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	<title>spitblog &#187; sport</title>
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	<description>Ich kann auch anders</description>
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		<title>Auf dem Zahnfleisch</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein erster 10-km-Lauf. Ein Bericht. Es ist 10:50 Uhr. Ich sitze in der S-Bahn nach Hannover und stinke wie die Seifenecke bei Schlecker. Der Grund daf&#252;r ist die halbe Tube Voltaren Schmerzgel, die ich mir prophylaktisch auf F&#252;&#223;e, Schienbeine, Knie, Oberschenkel und – nein, nicht in den Schritt – auf die Lendenwirbels&#228;ule geschmiert habe. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein erster 10-km-Lauf. Ein Bericht.</strong></p>
<p>Es ist 10:50 Uhr. Ich sitze in der S-Bahn nach Hannover und stinke wie die Seifenecke bei Schlecker. Der Grund daf&#252;r ist die halbe Tube Voltaren Schmerzgel, die ich mir prophylaktisch auf F&#252;&#223;e, Schienbeine, Knie, Oberschenkel und – nein, nicht in den Schritt – auf die Lendenwirbels&#228;ule geschmiert habe. Man wird mich beim Lauf daran erkennen, da&#223; mir ein Dutzend Katzen folgt, das sich an meinen Beinen reiben m&#246;chte. Aber egal, Hauptsache Schmerzgrenze erh&#246;hen.</p>
<p>Ich schaue aus dem Fenster und erblicke einen Krankenwagen, der in dieselbe Richtung f&#228;hrt wie wir. Sollte ich mich mit denen schon mal gutstellen? Vielleicht schon mal die Blutgruppe auf den Laufschuh schreiben?</p>
<p>Ich greife in meine rechte Tasche meiner Laufjacke. Ja, die Krankenversicherungskarte ist noch da, man kann ja nie wissen.</p>
<p>Wir kommen beim Start an, wo ein offenbar Geisteskranker gerade das Mikrofon &#252;bernommen hat, w&#228;hrend ein schwarzer Mann und eine ebenso schwarze Frau in v&#246;llig irrsinniger Geschwindigkeit ihren Marathon beenden. Der Mann am Mikro br&#252;llt: “IST DAS DER WAHNSINN??!!? SCHWARZ NEBEN SCHWARZ! UNFASSBAR! JA, DAS IST AFRIKA!” Ja, genau, und du bist ganz offensichtlich Deutschland.</p>
<p>Ich verdr&#252;cke mich unauff&#228;llig auf die Toilette, um mich noch einmal schnell zu dopen. Mehr Voltaren auf die Beine und &#252;berhaupt. Ist das eigentlich erlaubt? Ach, was soll’s, wenn ich ins Ziel komme, haben die Doping-Kontrolleure eh schon l&#228;ngst Feierabend. Ich schnalle mir den Brustgurt meines Pulsmessers um. Jetzt schon 120. Na, das wird ja super.</p>
<p>Ich befestige den Chip zum Zeitmessen an meinem Laufschuh. Man kann ihn mieten oder kaufen, dann kann man ihn f&#252;r die n&#228;chsten L&#228;ufe wiederverwenden und spart so irgendwann Geld. Ich verschiebe die Entscheidung, was ich damit machen werde, auf “Irgendwann in 2 Stunden”.</p>
<p>Kurz vor dem Start. Ich checke nochmal die Runkeeper-App auf dem iPhone, das ich mir am Oberarm befestigt habe. Die App ist unbestechlich, sie wird mir alle 5 Minuten via Kopfh&#246;rer sagen, wie lange ich gelaufen bin, wie weit und wie schnell. Beziehungsweise langsam. Das wird nat&#252;rlich nicht in km/h angegeben. Wie alle Randgruppen haben auch Ausdauersportler ihr eigenes Vokabular. Der Fachterminus lautet “Pace”, ist ein Femininum und gibt die Zeit pro Kilometer an. L&#228;&#223;t sich leichter rechnen. Laut Training ist f&#252;r mich eine Pace von 10 Minuten pro Kilometer realistisch, was auf eine Endzeit von 100 Minuten bzw. 1 Stunde 40 Minuten hinausliefe. Das ist sehr lahm, aber ich wiege ja auch mindestens 20 Kilo zuviel, au&#223;erdem trainiere ich erst seit 4 Wochen.</p>
<p>Meine Startnummer, die ich mir plauzekaschierend vor den Bauch gepinnt habe, sagt, ich solle durch das blaue Tor zum Start gehen. Wo ist das blaue Tor? Ah, ganz hinten, das ist sehr entgegenkommend von der Rennleitung. Eine meiner gr&#246;&#223;ten Bef&#252;rchtungen war ja, 98 Prozent der L&#228;ufer die Bestzeit zu versauen, weil sie erst einen Umweg um mich herum nehmen m&#252;ssen. Aber so kann ich ganz entspannt zugucken wie sie alle am Horizont verschwinden. Auch sch&#246;n.</p>
<p>Da – der Startschu&#223;. Aber niemand l&#228;uft. Sind die alle taub? Es sollte doch jetzt losgehen? Ach so, Stau, klar. Neben mir ruft einer seiner Frau zu, sie solle ihm nochmal kurz seine Zigaretten r&#252;berwerfen, das w&#252;rde noch dauern. Aber so langsam gehen die Leute vor mir los. Hey, das Tempo schaffe ich auch. Dann werden sie schneller. Ich auch. Blick auf die Uhr: Puls 155.</p>
<p>Ich komme bei der Startlinie an, als mein iPhone schon den ersten Hardcore-Song absolviert hat. Also etwa drei Minuten durch. Jetzt w&#228;re der beste Zeitpunkt, um abzuhauen und sich ‘ne Bratwurst zu kaufen. Aber links und rechts br&#252;llen mich wildfremde Menschen an, die sich hinter Polizeiz&#228;unen verschanzt haben. Kein Durchkommen. Dann eben doch weiterlaufen.</p>
<p>Kurz vor der ersten Biegung drehe ich mich um. Kaum noch jemand hinter mir, nur ein paar vereinzelte L&#228;ufer und eine sehr dicke Frau, deren riesiges, hellgraues Trikot nicht zu &#252;bersehen ist. Ich nenne sie “den Meilenstein” und beschlie&#223;e: “Wenn die mich &#252;berholt, rufe ich mir ein Taxi.”</p>
<p>In dem Moment l&#228;uft ein Mittvierziger an mir vorbei, der in etwa meine Statur aufweist. Eigentlich ist er sogar noch etwas dicker als ich. Na, warte, Kollege, dich kriege ich noch, denke ich, versuche hinterher zu kommen, aber mein Puls geht direkt auf 160 hoch. Ach, dann soll er halt, das ist mir noch zu fr&#252;h.</p>
<p>Mein iPhone qu&#228;kt mir ins Ohr, da&#223; ich schon 1,5 Kilometer hinter mir habe und sagt mir meine Pace: 9 Minuten 24 Sekunden. Das w&#228;ren so etwa 1:35 Stunden f&#252;r die 10 Kilometer. Aber wer soll dieses Tempo durchhalten?</p>
<p>Wir laufen auf einer Gegengerade, da sehe ich schon die ersten Walker, die 10 Minuten sp&#228;ter losgewatschelt sind. Verdammt, sind die schnell. Ist eigentlich mein Meilenstein noch hinter mir? Ja, da wackelt er noch, sehr gut.</p>
<p>Kaum habe ich das gedacht, &#252;berholt mich der erste Walker. Ich beschlie&#223;e, sie zu meinen Erzfeinden zu erkl&#228;ren und wie die Pest zu hassen. Also, mehr als ohnehin schon.</p>
<p>Kurz vor mir l&#228;uft ein sehr, SEHR dicker junger Mann, der sich bereits seine Trainingsjacke um die massiven H&#252;ften gebunden hat, die bremsend an ihm herumschlackert. Mann, ist der fett. Aber er hat sich trotzdem angemeldet, und er scheint fest entschlossen, die 10 Kilometer zu schaffen. Sein Laufstil ist unter aller Sau, aber er l&#228;uft. Ich mag ihn.</p>
<p>Da ist ja auch der pummelige Mittvierziger wieder, der mich vorhin &#252;berholt hat. Er <em>geht</em>. YES! Ich laufe an ihm vorbei. Den ersten habe ich geschafft.</p>
<p>Aus dem Kopfh&#246;rer br&#252;llen gerade Rage Against The Machine auf mich ein und geben einen konstanten Rhythmus vor, der etwas &#252;ber meiner Schrittgeschwindigkeit liegt. Ich werde automatisch schneller, kurzer Blick auf die Pulsuhr: Unter 160. Geht doch.</p>
<p>Ich passiere den richtig Dicken, m&#246;chte ihm zul&#228;cheln, aber er hat eine Brille mit sehr dickem Rand auf, guckt nicht zur Seite, und umdrehen s&#228;he &#252;berheblich aus. Ich dr&#252;cke ihm beide Daumen, da&#223; er’s schafft.</p>
<p>Die Polizisten, die die Stra&#223;en absperren, und ich, wir werfen uns gegenseitig mitleidige Blicke zu, ich, weil sie hier auf der Stra&#223;e stehen m&#252;ssen, sie, weil ich offenbar so aussehe, als k&#246;nnte ich Hilfe gebrauchen. Ich biete ihnen wortlos einen Deal an: Ich ringe mir ein Grinsen ab &#8211; sie rufen nicht den Notarzt. Funktioniert.</p>
<p>Irgendein Vollidiot hat beschlossen, uns &#252;ber eine kurze Br&#252;cke mit entsprechend steiler Steigung laufen zu lassen. Ich w&#252;nsche diesem Wahnsinnigen die Kr&#228;tze an den Hals.</p>
<p>Den Meilenstein hinter mir kann ich nicht mehr entdecken, und wenn die mich &#252;berholt h&#228;tte, das h&#228;tte ich gemerkt.</p>
<p>Wir sind mittlerweile bei Kilometer 3, meine Pace liegt unver&#228;ndert bei 9 Minuten irgendwas, aber so langsam kommt die Durststrecke. Das ist doch alles etwas schneller als im Training.</p>
<p>Immer mehr Walker &#252;berholen mich. Elende Drecks&#228;cke.</p>
<p>Hier mu&#223; doch irgendwo die Verpflegungsstation sein! Da war doch was. Bei Kilometer 4, richtig, da mu&#223; sie kommen. Dann werde ich ein paar Schritte gehen, etwas Wasser trinken, eine halbe Banane essen, und dann wird alles gut. Aber das ist noch ein ganzer Kilometer bis dahin. Also 10 Minuten. Verdammt.</p>
<p>“Banane, Banane, Banane, Banane, Banane, Banane, Banane, Banane…”</p>
<p>Oh, schau an, ich bin schon irre geworden, na, das ging ja schnell.</p>
<p>Da, da ist das Schild: Verpflegungsstation! Yeah, nur noch 300 Meter.</p>
<p>Es gibt nur Wasser. Och, Menno. Ich versuche zu gehen, aber das klappt nicht. Meine Beine wollen nicht gehen. Sie sind auf Laufen eingestellt. Also versuche ich, im Laufen zu trinken. Zwei Schlucke gehen rein, der Rest landet im Kragen. Auch gut. Noch schnell einen nassen Schwamm greifen, Stirn abk&#252;hlen. Weiter geht’s.</p>
<p>Der erste Nordic Walker, mindestens 60 Jahre alt, schrappt mit seinen beknackten St&#246;cken an mir vorbei und bringt mich aus dem Takt. Ich &#252;berlege kurz, ihm stumpf eine reinzuhauen, aber da gibt’s einen entscheidenden Nachteil: Ich k&#246;nnte nicht schnell genug weglaufen, der alte Sack h&#228;tte mich ruck zuck eingeholt. Und er ist bewaffnet. Dann eben nicht.</p>
<p>Der n&#228;chste Walker &#252;berholt mich, dreht sich zu mir zur Seite und ruft durch meine Kopfh&#246;rer hindurch: “Du schaffst das!” Ich m&#246;chte antworten: “F&#252;r dich immer noch ‘Sie’”, es kommt aber nur ein “Hnnggniehiee” heraus, naja, er meint’s ja nur nett.</p>
<p>Ich komme an zwei Stadtbediensteten vorbei, die die Stra&#223;e sperren. Hinter ihnen steht ein riesiger Wagen der Stadtreinigung. Ich stelle mir vor, wie ich von den rotierenden Besen in die Gosse geschoben werde, wenn ich mich jetzt hier einfach hinlege.</p>
<p>Die n&#228;chste Biegung: Das war schon der Maschsee. Vor mir ein Schild: Kilometer 7. Ach du Schei&#223;e, bin ich irgendwo falsch abgebogen? Habe ich eine illegale Abk&#252;rzung benutzt? Bin ich jetzt disqualifiziert? Doch nach kurzer Zeit best&#228;tigt mir das iPhone die Strecke. Die Zeit stimmt auch noch, wir kommen an einer Stra&#223;enbahnhaltestelle vorbei, die Uhr zeigt an, da&#223; ich seit etwa 1 Stunde 5 Minuten laufe. Dann ist ja alles ok. Aber wo waren die letzten drei Kilometer?</p>
<p>Auf der langen Stra&#223;e, auf der wir jetzt unterwegs sind, stehen lauter Geb&#228;ude mit Glasfassade. Ich sehe mein laufendes Spiegelbild. Du lieber Himmel, deswegen haben die Polizisten so geguckt.</p>
<p>Da, Kilometer 8. Und noch eine Verpflegungsstation. Es gibt wieder Wasser, dann irgendein Sport-Gel-Zeug aus der Tube, doch dann sehe ich ein Schild mit der gro&#223;en Aufschrift “Bananen”. Endlich. Aber Gehen funktioniert immer noch nicht, dann esse ich halt im Laufen. Zucker! Geil.</p>
<p>Meine Schuhe kleben am Asphalt. Ein paar L&#228;ufer haben offenbar mit dem Gel-Zeugs gekleckert.</p>
<p>Die letzte Biegung. Mein Puls: 173. Huiuiui, das ist hoch. Aber ich hatte irgendwo gelesen, das w&#228;re ok so. Auf den letzten Metern zusammenklappen will ich jetzt aber auch nicht, andererseits soll es am Ziel zumindest so &#228;hnlich aussehen wie Laufen. Ich mu&#223; da irgendwie ein Mittelding finden.</p>
<p>Ich laufe langsam mit hochrotem Kopf &#252;ber die Zielmarke. Die Stoppuhr &#252;ber mir zeigt die Bruttozeit an: 1 Stunde 37 Minuten. Davon mu&#223; ich noch die Zeit abziehen, die ich bis zum Start im Stau gewartet habe. Das m&#252;ssen irgendwas unter 1:35 Stunden gewesen sein.</p>
<p>Ich hab’s geschafft. Leck mich am Arsch.</p>
<p><strong>Epilog:</strong></p>
<p>Zu Hause sehe ich, da&#223; ich nicht letzter war, zwei M&#228;nner und ein paar Frauen waren noch langsamer als ich. Ich hoffe, da&#223; der Dicke es geschafft hat. Meine Zeit war 1:33h.</p>
<p>Und wenn ich meine Beine wieder bewegen kann, laufe ich wieder. Den Chip zum Zeitmessen habe ich &#252;brigens gekauft.</p>
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		<title>Meine teuerste Banane</title>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 16:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wei&#223; nicht genau, ob ich mir das gr&#252;ndlich genug &#252;berlegt habe. Aber: Ich habe mich f&#252;r den morgigen 10km-Lauf in Hannover angemeldet. Ich werde langsam sein. Sehr langsam. Es wird aussehen wie Ottfried Fischer auf Valium und sich anh&#246;ren wie Darth Vader beim Leistungs-EKG, aber ich habe mir fest vorgenommen, irgendwie ans Ziel zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&#223; nicht genau, ob ich mir das gr&#252;ndlich genug &#252;berlegt habe. Aber: Ich habe mich f&#252;r den morgigen 10km-Lauf in Hannover angemeldet.</p>
<p>Ich werde langsam sein. Sehr langsam. Es wird aussehen wie Ottfried Fischer auf Valium und sich anh&#246;ren wie Darth Vader beim Leistungs-EKG, aber ich habe mir fest vorgenommen, irgendwie ans Ziel zu kommen.</p>
<p>Das wird im Zweifelsfall gehend sein, Abk&#252;rzungen gibt es keine, weil der Rundkurs einmal um den Maschsee f&#252;hrt, und wenn ich die H&#228;lfte schon mal geschafft habe – was ich beim Training problemlos hinbekommen habe, bin ich ohnehin an dem Punkt, der am weitesten vom Ziel entfernt ist, da k&#246;nnte ich mir h&#246;chstens noch ein Taxi rufen. Wenn ich dann noch sprechen kann.</p>
<p>Ich bin in den letzten Wochen knapp 30 km gelaufen, naja, ich brauche pro Kilometer ca. 10 Minuten, was mit dem blo&#223;en Auge von Gehen kaum zu unterscheiden ist, meine l&#228;ngste Strecke waren ca. 7 Kilometer, aber da war noch Luft nach oben. Bei so einer Veranstaltung ist man ja ohnehin total euphorisiert, hei&#223;t es, da l&#228;uft man locker nochmal 5 Minuten schneller, hei&#223;t es.</p>
<p>Hei&#223;t es.</p>
<p>Meine Knie schmerzen eigentlich jetzt schon, und danach werde ich sie in einem Eimer Voltaren Schmerzgel baden, aber irgendwie komme ich schon an. Und wenn nicht, lege ich mich einfach auf die Stra&#223;e und warte, bis mich jemand aufsammelt. Die Gefahr, da&#223; ich dadurch andere L&#228;ufer behindere, besteht auch nicht, die werden alle vor mir sein.</p>
<p>Irgendwo nach Kilometer 4 wird es eine Verpflegungsstation geben, &#252;blicherweise wird man dort mit Bananenst&#252;ckchen und Pappbechern voll Wasser beworfen.</p>
<p>Das wird die bisher teuerste Banane in meinem Leben werden. Und daf&#252;r mu&#223;te ich dann auch noch kilometerweit zu Fu&#223; laufen. So m&#252;ssen sich die Menschen gef&#252;hlt haben, die damals &#252;ber die gr&#252;ne Grenze aus der DDR geflohen sind.</p>
<p><em>Nachtrag:</em> <a href="http://www.spitblog.de/2010/05/03/auf-dem-zahnfleisch/">Wie es ausgegangen ist, erfahrt Ihr hier.</a></p>
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		<title>Ihren?</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/05/11/ihren/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 20:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#034;Die Gewichte d&#252;rfen sich nicht ber&#252;hren!&#034;, zeigte das Display an. &#034;Tun sie doch gar nicht!&#034;, blaffte ich zur&#252;ck. Au&#223;erdem stand da: &#034;Verlangsamen Sie Ihren Workout!&#034;, worauf ich entgegnete: &#034;K&#252;mmer Du Dich lieber um Deinen Grammatik!&#034; Ach, was soll&#039;s: Ich war mal wieder im Studio. N&#252;tzt ja nichts. Und bis auf die beiden Fitne&#223;schlampen, die allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#034;Die Gewichte d&#252;rfen sich nicht ber&#252;hren!&#034;, zeigte das Display an.</p>
<p>&#034;Tun sie doch gar nicht!&#034;, blaffte ich zur&#252;ck.</p>
<p>Au&#223;erdem stand da: &#034;Verlangsamen Sie Ihren Workout!&#034;, worauf ich entgegnete: &#034;K&#252;mmer Du Dich lieber um Deinen Grammatik!&#034;</p>
<p>Ach, was soll&#039;s: Ich war mal wieder im Studio. <a href="http://www.spitblog.de/2009/04/02/republica09-3-ein-kleiner-rueckschlag/">N&#252;tzt ja nichts.</a></p>
<p>Und bis auf die beiden Fitne&#223;schlampen, die allen Ernstes wissen wollten, ob das Cardio-Boxtraining von einem Deutschen angeleitet werde, hat&#039;s sogar Spa&#223; gemacht. Eigentlich h&#228;tte ich diese Dumpfbacken gleich anbr&#252;llen sollen, ob sie noch ganz gar sind, aber ich wollte nicht gleich beim ersten Probetraining aus der Rolle fallen. Inkonsequent, ich wei&#223;.</p>
<p>Ich habe dann den Trainer gefragt, inwiefern das wohl von Belang sei, da&#223; der Kurs von einem Deutschen abgehalten wird, aber er meinte auch nur augenrollend: &#034;F&#252;r manche ist das offenbar wichtig.&#034; Was soll er machen, er kann ja auch schlecht &#252;ber Stammkundinnen herziehen.</p>
<p>Aber eines sei euch gesagt, ihr Landpomeranzen: Wenn ich das n&#228;chste Mal als zahlender Kunde mit Pro-Pain in den Kopfh&#246;rern da bin, und ihr stellt wieder so d&#228;mliche, latent fremdenfeindliche Fragen, dann knallt&#039;s aber.</p>
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		<title>Einen Zwanziger gegen Zwanziger</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/25/einen-zwanziger-gegen-zwanziger/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 20:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<category><![CDATA[pressefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe im Grunde genommen keine Ahnung von Fu&#223;ball. Wenn Urs Meier, G&#252;nter Netzer oder J&#252;rgen Klopp1 in der Halbzeitpause erkl&#228;ren, was da gerade wieder schiefgelaufen ist, dann nicke ich immer zustimmend, k&#246;nnte aber schon zum Anpfiff der zweiten Halbzeit nicht wiederholen, was die da gerade erz&#228;hlt haben. Von den Hintergr&#252;nden, die au&#223;erhalb vom Spielfeld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe im Grunde genommen keine Ahnung von Fu&#223;ball. Wenn Urs Meier, G&#252;nter Netzer oder J&#252;rgen Klopp<sup>1</sup> in der Halbzeitpause erkl&#228;ren, was da gerade wieder schiefgelaufen ist, dann nicke ich immer zustimmend, k&#246;nnte aber schon zum Anpfiff der zweiten Halbzeit nicht wiederholen, was die da gerade erz&#228;hlt haben.</p>
<p>Von den Hintergr&#252;nden, die au&#223;erhalb vom Spielfeld die Geschehnisse im Fu&#223;ball bestimmen, wei&#223; ich sogar noch weniger. Sowas mu&#223; ich mir erst recht erkl&#228;ren lassen, wenn es mich denn ausnahmsweise mal interessiert.</p>
<p>F&#252;r so etwas gibt es Sportjournalisten. Einer, der diesen Beruf offenbar sehr investigativ aus&#252;bt und sich auch von vermeintlich &#252;berm&#228;chtigen Funktion&#228;ren nicht einsch&#252;chtern l&#228;&#223;t, ist <a href="http://jensweinreich.de/">Jens Weinreich</a>. Dieser ist nun mit dem Deutschen Fu&#223;ballbund, insbesondere mit dessen Pr&#228;sidenten Theo Zwanziger aneinandergeraten.</p>
<p>Weinreich hatte Zwanziger in einem Blogkommentar im Zusammenhang mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bosman-Entscheidung">Bosman-Urteil</a><sup>2</sup> einen &#034;unglaublichen Demagogen&#034; genannt. Ob das geschickt war oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen, Fakt ist, da&#223; jemand, der so in der &#214;ffentlichkeit steht wie Zwanziger, so etwas aushalten k&#246;nnen mu&#223;.</p>
<p>Hat er aber nicht.</p>
<p>Stattdessen hat Zwanziger seine Anw&#228;lte losgeschickt, Weinreich sollte eine Unterlassungserkl&#228;rung abgeben.</p>
<p>Macht der aber nicht.</p>
<p>Und dann wird&#039;s richtig dreckig. Zwanziger scheitert in zwei Instanzen, wo man ebenfalls zum Schlu&#223; kommt, da&#223; Weinreichs &#196;u&#223;erung vom Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung gedeckt sei. Daraufhin wird Weinreich &#246;ffentlich vom DFB in einer Pressemitteilung diskreditiert. Doch Weinreich gewinnt wieder, erwirkt eine Gegendarstellung.</p>
<p>Und wieder zeigen sich DFB und Zwanziger als schlechte Verlierer. Mittlerweile drei juristische Auseinandersetzungen werden ausgeweitet und in die L&#228;nge gezogen, so da&#223; der Verdacht naheliegt, da&#223; hier versucht wird, Weinreich auf finanziellem Wege zum Aufgeben zu zwingen, immerhin steht der schon vor einem f&#252;nfstelligen Berg an Kosten.</p>
<p>Ein Verband in der Gr&#246;&#223;enordnung des DFB kann dar&#252;ber nur m&#252;de l&#228;cheln, einen freien Journalisten kostet es m&#246;glicherweise die Existenz.</p>
<p>Ich habe eingangs erw&#228;hnt, da&#223; mich die Geschehnisse hinter den Kulissen im Fu&#223;ball kaum interessieren.</p>
<p>Wenn aber jemand mundtot gemacht werden soll, indem man eine finanzielle Drohkulisse aufbaut, dann ist das eine skandal&#246;se Mi&#223;achtung nicht nur von unserem Rechtssystem sondern auch von Presse- und Meinungsfreiheit.</p>
<p>Aus diesem Grund habe ich soeben <a href="http://jensweinreich.de/?p=3038">20 Euro an Jens Weinreich gespendet</a>.</p>
___<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2026" class="footnote">Den Vornamen mu&#223;te ich sogar nachschlagen.</li><li id="footnote_1_2026" class="footnote">Keine Ahnung, was das nun wieder hei&#223;t, k&#246;nnt ihr ja selber nachlesen.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Schei&#223;</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2008/10/12/kein-scheiss/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 15:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die H&#246;lle friert zu, Lemmy macht nur noch Chansons und tanzt dazu, die FDP fordert Mindestl&#246;hne, Sch&#228;uble wird B&#252;rgerrechtler, Frank Rijkaard Bundestrainer, Steve Jobs h&#246;rt Musik &#252;ber seinen Zune-Player, und G&#252;lcan bekommt den Nobelpreis f&#252;r Literatur: Ich war joggen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die H&#246;lle friert zu, Lemmy macht nur noch Chansons und tanzt dazu, die FDP fordert Mindestl&#246;hne, Sch&#228;uble wird B&#252;rgerrechtler, Frank Rijkaard Bundestrainer, Steve Jobs h&#246;rt Musik &#252;ber seinen Zune-Player, und G&#252;lcan bekommt den Nobelpreis f&#252;r Literatur:</p>
<p style="text-align: center;">Ich war joggen.</p>
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