Der Tag war gestern wohl doch etwas zu groß für mich. Oder zu lang, wie man's nimmt.
Um fünf Uhr morgens aufgestanden zu sein, um dann bis ein Uhr nachts Vollgas zu geben und im Anschluß auch wieder nur knapp sechs Stunden zu schlafen, war dann einfach zu viel.
Nach diversen Tassen Kaffee, einem Konterbier zum Mittagessen und heftigem Passivrauchen im Hof der Kalkscheune hat mein Körper schließlich den Notausschalter betätigt.
Als ich gerade meinen Rechner ausgepackt und die Tasche zurück auf den Boden gestellt hatte, bekam ich Herzrasen, und auf meiner Stirn eröffnete eine Tauchschule. Sollte mich jemand dabei beobachtet haben: So beschissen, wie ich dabei ausgesehen haben muß, so ging's mir auch.
Ich schätze, ein weiterer Auslöser war mein Rücken, genauer gesagt, meine Brustwirbelsäule, in der sich ein bestimmter Wirbel mit schöner Regelmäßigkeit ausrenkt.
Du bist ein Arschloch, TH2, laß dir das mal gesagt sein.
Ich beschloß kurzerhand, re:publica für heute re:publica sein zu lassen und fuhr zurück ins Hostel, wo ich mich erstmal ein paar Stunden hinlegte.
Jetzt, nach etwas Schlaf, 1-2 Litern Wasser und einem recht guten Rindersteak im unscheinbaren Restaurant "Bonito" in der Dircksenstraße, geht es schon wieder besser.
Ich hoffe mal, morgen bin ich wieder fit, denn da wird Jimbo Wales sprechen, der Gründer von wikipedia.org, und allein dafür muß man das Internet lieben.
Der Volldeppen-Award im Zusammenhang mit der re:publica geht übrigens an Fefe, der sich tatsächlich nicht zu blöd ist, folgenden Satz womöglich sogar ernst zu meinen:
"Draußen geht die Welt unter und in Berlin treffen sich die belanglosen Labertaschen zum gemeinsamen Synchron-Twitter-Wichsen mit eigener Flickr-Group?"
Ey, Fefe, weißte was die da noch machen? Die lachen da sogar. Laut. Die haben richtig Spaß dabei, sich mal von Angesicht zu Angesicht zu treffen, gemeinsam ein Bier zu trinken oder so einer "belanglosen Labertasche" wie unserem Bundesdatenschutzbeauftragten zuzuhören. Muß man sich mal vorstellen. Und das, obwohl draußen die Welt untergeht. Hier schien übrigens den ganzen Tag die Sonne.
Doofkopp.