Seltsam.
Dieses Wort beschreibt in diesem Moment am besten, wie es mir geht.
Seltsam.
Ich war gerade bei der Wohnungsgenossenschaft und habe dort angekündigt, daß ich demnächst ausziehen werde und mich schonmal erkundigt, wie das mit der Wohnungsübergabe und den möglicherweise zu erledigenden Renovierungsarbeiten aussieht.
Danach war ich beim T-Punkt, um die Kündigungsfrist für meinen Festnetzanschluß zu erfragen.
Jetzt sitze ich im Café und denke über die nächsten Wochen nach.
Morgen werde ich schonmal die wichtigsten Kündigungen schreiben, und dann geht irgendwann alles seinen Gang.
Noch hängen an meinem Schlüsselbund die Schlüssel für meine alte (und zugleich erste eigene) Wohnung, in der ich nun seit mehr als 10 Jahren gelebt (manche werden sagen: "gehaust") habe. Die Schlüssel für die Wohnung meiner Freundin stecken noch separat in einer anderen Hosentasche. Bald wird es andersherum sein, und dann werde ich irgendwann die alte Wohnung gar nicht mehr betreten.
Vorher noch den Briefkasten und das Klingelschild ändern, Nachsendeauftrag abgeben, ummelden, was halt alles so dazugehört.
Einerseits freue ich mich schon sehr auf die neue Wohnsituation, andererseits ist es schon merkwürdig, die olle Singlehaushalt-Rumpelbude zu verlassen, in der ich eigentlich schon viel zu lange gewohnt habe.
Gleich fahre ich nochmal in "meine" Wohnung, von da aus in "ihre", und das wird dann bald "unsere" Wohnung sein.
Seltsam.
Aber irgendwie gut.





