Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich es wirklich tun soll.
Heute war es soweit: Ich habe mein Titanic-Abo gekündigt.
Ich weiß nicht, ob es am neuen Chefredakteur lag, aber die Titanic hat für mich schon seit längerem immer mehr von ihrem Witz verloren. Waren schon seit einiger Zeit die Ausgaben immer langweiliger, so hatten sie doch immer noch zwei oder drei richtige Kracher dabei, über die ich zum Teil laut lachen mußte.
Doch selbst das vermisse ich mittlerweile.
Vielleicht liegt's auch an mir, aber die letzten Ausgaben habe ich nur noch lustlos überblättert. Irgendwann hatte ich den Eindruck, die Titanic bestehe nur noch aus Nonsens (allein die unsägliche "Partner Titanic"-Rubrik), der mit zotigen Pimmel- und Tittenwitzchen aufgefüllt wurde. Nicht einmal mehr die Texte von Max Goldt haben mich noch besonders interessiert.
Die einzigen Rubriken, die ich tatsächlich noch jedesmal komplett gelesen habe, waren "Briefe an die Leser", "Vom Fachmann für Kenner" und die Humorkritik. Alle drei erscheinen jedoch auch immer online, und so habe ich mich – wenn auch schweren Herzens – entschieden, das Abo vorerst zu kündigen.
Muß ja nicht für immer sein.
Aber es war einfach die Luft raus.
P.S.: Ich bitte übrigens um Beachtung der Tatsache, daß ich einen Text über die Kündigung meines "Titanic"-Abos geschrieben habe, ohne Metaphern wie "gesunken", "gekentert" oder "in schwere Gewässer geraten" verwendet zu haben. Wenn sich daran mal bitte Autoren ein Beispiel nehmen könnten, die über die Piratenpartei berichten? Danke.





