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	<title>spitblog &#187; gelesen</title>
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	<description>Ich kann auch anders</description>
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		<title>Zumindest vorerst</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 20:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich es wirklich tun soll. Heute war es soweit: Ich habe mein Titanic-Abo gek&#252;ndigt. Ich wei&#223; nicht, ob es am neuen Chefredakteur lag, aber die Titanic hat f&#252;r mich schon seit l&#228;ngerem immer mehr von ihrem Witz verloren. Waren schon seit einiger Zeit die Ausgaben immer langweiliger, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich es wirklich tun soll.</p>
<p>Heute war es soweit: Ich habe mein Titanic-Abo gek&#252;ndigt.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, ob es am neuen Chefredakteur lag, aber die Titanic hat f&#252;r mich schon seit l&#228;ngerem immer mehr von ihrem Witz verloren. Waren schon seit einiger Zeit die Ausgaben immer langweiliger, so hatten sie doch immer noch zwei oder drei richtige Kracher dabei, &#252;ber die ich zum Teil laut lachen mu&#223;te.</p>
<p>Doch selbst das vermisse ich mittlerweile.</p>
<p>Vielleicht liegt&#039;s auch an mir, aber die letzten Ausgaben habe ich nur noch lustlos &#252;berbl&#228;ttert. Irgendwann hatte ich den Eindruck, die Titanic bestehe nur noch aus Nonsens (allein die uns&#228;gliche &#034;Partner Titanic&#034;-Rubrik), der mit zotigen Pimmel- und Tittenwitzchen aufgef&#252;llt wurde. Nicht einmal mehr die Texte von Max Goldt haben mich noch besonders interessiert.</p>
<p>Die einzigen Rubriken, die ich tats&#228;chlich noch jedesmal komplett gelesen habe, waren &#034;Briefe an die Leser&#034;, &#034;Vom Fachmann f&#252;r Kenner&#034; und die Humorkritik. Alle drei erscheinen jedoch auch immer online, und so habe ich mich &#8211; wenn auch schweren Herzens &#8211; entschieden, das Abo vorerst zu k&#252;ndigen.</p>
<p>Mu&#223; ja nicht f&#252;r immer sein.</p>
<p>Aber es war einfach die Luft raus.</p>
<p><em>P.S.: Ich bitte &#252;brigens um Beachtung der Tatsache, da&#223; ich einen Text &#252;ber die K&#252;ndigung meines &#034;Titanic&#034;-Abos geschrieben habe, ohne Metaphern wie &#034;gesunken&#034;, &#034;gekentert&#034; oder &#034;in schwere Gew&#228;sser geraten&#034; verwendet zu haben. Wenn sich daran mal bitte Autoren ein Beispiel nehmen k&#246;nnten, die &#252;ber die Piratenpartei berichten? Danke.</em></p>
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		<title>&quot;Das Leben ist keine Waldorfschule&quot; &#8211; Mischa-Sarim Vérollet</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 20:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mischa-Sarim Vérollet ist Poetry Slammer und nicht nur ein sehr erfolgreicher, sondern auch ein sehr netter &#8211; was ihn von den meisten Poetry Slammern &#252;brigens nicht sehr unterscheidet, so richtige Arschl&#246;cher sind da eigentlich nicht viele drunter. An dieser Stelle m&#246;chte ich dann auch gleich mal der Humorkritik in der April-Ausgabe der Titanic widersprechen, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Das-Leben-ist-keine-Waldorfschule/dp/3551682143%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3551682143"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BWBVbgs3L._SL160_.jpg" alt="" width="108" height="160" /></a><a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/">Mischa-Sarim Vérollet</a> ist Poetry Slammer und nicht nur ein sehr erfolgreicher, sondern auch ein sehr netter &#8211; was ihn von den meisten Poetry Slammern &#252;brigens nicht sehr unterscheidet, so richtige Arschl&#246;cher sind da eigentlich nicht viele drunter. An dieser Stelle m&#246;chte ich dann auch gleich mal der <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_0904.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=2&amp;cHash=52d95725c2">Humorkritik in der April-Ausgabe der Titanic</a> widersprechen, in der es hei&#223;t, &#034;die Regeln der Branche sind h&#246;chst arkane&#034;. &#034;Arkan&#034; bedeutet so viel wie &#034;geheimhaltend&#034; (mu&#223;te ich auch erst nachschlagen), und das ist nun wirklich v&#246;lliger Quatsch. Jeder darf mitmachen, und wer gute Texte schreibt, gewinnt. So einfach ist das.</p>
<p>Vérollet ist einer von den guten, und in seinem Buch &#034;Das Leben ist keine Waldorfschule&#034; hat er nun einige seiner bekanntesten Texte ver&#246;ffentlicht, die er sonst auf der B&#252;hne vortr&#228;gt.</p>
<p>Und genau das ist der Grund, warum ich mich mit der Rezension f&#252;r dieses Buch so schwer tue.</p>
<p>Die Geschichten sind allesamt ausgesprochen unterhaltsam, was auch schon der gesamte Anspruch ist, den Vérollet an seine Texte stellt. Daran ist nichts Verwerfliches, mir sind lustig erz&#228;hlte Alltagsgeschichten allemal lieber als kunstvolles Geschwafel. Die Erz&#228;hlungen sind teilweise vollkommen absurd, teilweise aber auch durchaus aus dem Leben gegriffen und voller Selbstironie.</p>
<p>Aber. (Und jetzt kommt das gro&#223;e Aber, das man dem Buch eigentlich gar nicht anlasten kann.)</p>
<p>Ich habe fast alle Geschichten schon einmal live auf der B&#252;hne geh&#246;rt, einige sogar mehrfach. Ich wei&#223; genau, wie er die einzelnen Passagen vorliest, wie er sie betont und wie er sich dabei bewegt &#8211; er wackelt dabei &#252;brigens immer ziemlich viel hin und her.</p>
<p>Und das macht es f&#252;r mich fast unm&#246;glich, die Geschichten einfach als Geschichten zu lesen, da ich immer auch die Inszenierung im Kopf habe. Das ist ungef&#228;hr so, als w&#252;rde man sich erst einen Film anschauen und danach dann die Romanvorlage dazu lesen. Die Fantasie ist dahin, und man hat st&#228;ndig die Gesichter der Schauspieler vor Augen.</p>
<p>Ich h&#228;tte gerne eine unvoreingenommene und weniger subjektive Rezension geschrieben, zumal mir das Buch von Mischa extra daf&#252;r geschenkt wurde. Daf&#252;r nochmal vielen Dank. Aber ich hab&#039;s aus erw&#228;hnten Gr&#252;nden nicht hinbekommen.</p>
<p>Das Buch kann nichts daf&#252;r, und ich bin mir sicher, da&#223; die Leser, die seine Geschichten noch nicht von diversen Poetry Slams kennen, daran viel Freude haben werden.</p>
<p>Ein Tip: Wer&#039;s einrichten kann, sollte sich das Ganze <a href="http://www.lmbn.de/mischa/index.php?a=15">einfach mal live anschauen</a>, das garantiert auf jeden Fall einen lustigen Abend. Und ob Ihr dann direkt das Buch kauft, k&#246;nnt Ihr euch ja dann immer noch &#252;berlegen.</p>
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		<title>&quot;Der kleine Bruder&quot; &#8211; Sven Regener</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/07/der-kleine-bruder-sven-regener/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 11:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute probiere ich mal was ganz Neues (also f&#252;r mich) aus. Zum ersten Mal im Spitblog: Eine Buchrezension per Video. Eine Bewegtbildbuchbesprechung, sozusagen. Man merkt leider, da&#223; ich mich darauf &#8211; bis auf das Lesen des Buches nat&#252;rlich &#8211; maximal 5 Minuten vorbereitet habe, insbesondere ab Minute Sieben wird deutlich, da&#223; ich gerne was sagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/kleine-Bruder-Sven-Regener/dp/382180744X%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D382180744X"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31VfS%2BSEWML._SL160_.jpg" alt="" /></a>Heute probiere ich mal was ganz Neues (also f&#252;r mich) aus.</p>
<p>Zum ersten Mal im Spitblog: Eine Buchrezension per Video. Eine Bewegtbildbuchbesprechung, sozusagen.</p>
<p>Man merkt leider, da&#223; ich mich darauf &#8211; bis auf das Lesen des Buches nat&#252;rlich &#8211; maximal 5 Minuten vorbereitet habe, insbesondere ab Minute Sieben wird deutlich, da&#223; ich gerne was sagen w&#252;rde, aber das Hirn gibt nichts her. War ja auch noch fr&#252;h am Morgen, au&#223;erdem habe ich Grippe.</p>
<p>Ich habe diesen doch recht peinlichen Teil weggeschnitten, das f&#228;llt aber im Video selbst kaum auf, werdet ihr sehen, wenn ich&#039;s nicht hier geschrieben h&#228;tte, w&#252;&#223;tet ihr es gar nicht.</p>
<p>Eigentlich g&#228;be es &#252;ber das Buch noch viel mehr gute Dinge zu sagen, aber das Video geht ohnehin schon 11 Minuten, da wollte ich eure Geduld nicht beim ersten Mal gleich auf die Probe stellen. Aufgrund der L&#228;nge habe ich es bei <a href="http://www.sevenload.de">sevenload.de</a> hochgeladen und dabei festgestellt, da&#223; das eine wirklich leichtg&#228;ngige Plattform f&#252;r eigene Videos ist. Werde ich jetzt wohl h&#228;ufiger nutzen.</p>
<p>Kurzfassung: Sch&#246;nes Buch, tolle Dialoge, ein bi&#223;chen kurz. Kaufen!</p>
<p>Video nach dem Klick.</p>
<p><a href="http://www.spitblog.de/2009/02/07/der-kleine-bruder-sven-regener/#more-1900"><img class="alignnone size-full wp-image-1904" title="kleiner_bruder" src="http://www.spitblog.de/wp-content/uploads/2009/02/kleiner_bruder.jpg" alt="kleiner_bruder" width="397" height="302" /></a></p>
<p><object width="400" height="333" data="http://de.sevenload.com/pl/vxQDjzS/400x333/swf" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullscreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://de.sevenload.com/pl/vxQDjzS/400x333/swf" /></object></p>
<p>Link: <a href="http://de.sevenload.com/videos/vxQDjzS-Buchbesprechung-Der-kleine-Bruder-Sven-Regener"><img src="http://static.sevenload.com/img/sevenload.png" alt="Buchbesprechung: Der kleine Bruder- Sven Regener" width="66" height="10" /></a></p>
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		<title>Heinz Strunk liest live im Netz aus seinem neuen Buch &quot;Fleckenteufel&quot;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 17:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Der von mir sehr verehrte Heinz Strunk wird heute ab 20:00 Uhr in der Zoë-Bar in Hamburg aus seinem Buch &#034;Fleckenteufel&#034; (Affiliate-Link) lesen, das am Freitag, den 16. Januar erscheinen wird. Die Lesung wird vom Rowohlt-Verlag mit Unterst&#252;tzung von ligx.de live per Stream &#252;bertragen. Dieser Stream kann von jedermann eingebunden werden, aus mir unerfindlichen Gr&#252;nden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Fleckenteufel-Heinz-Strunk/dp/3499252244%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3499252244"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31aWjfh%2B%2BgL._SL160_.jpg" alt="" /></a>Der von mir sehr verehrte Heinz Strunk wird heute ab 20:00 Uhr in der Zoë-Bar in Hamburg aus seinem Buch &#034;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499252244?ie=UTF8&amp;tag=spitblog-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499252244">Fleckenteufel</a>&#034; (Affiliate-Link) lesen, das am Freitag, den 16. Januar erscheinen wird.</p>
<p>Die Lesung wird vom Rowohlt-Verlag mit Unterst&#252;tzung von <a href="http://www.ligx.de">ligx.de</a> live per Stream &#252;bertragen. Dieser Stream kann von jedermann eingebunden werden, aus mir unerfindlichen Gr&#252;nden mu&#223; man jedoch <a href="http://www.hierschreibenwir.de/wordpress/?p=34">nach dem entsprechenden Code erst per E-Mail fragen</a>. (Die Antwort kam aber innerhalb weniger Sekunden.)</p>
<p>Wer mag, kann sich das ganze also hier bei mir oder auch auf dem <a href="http://www.hierschreibenwir.de/wordpress/?p=34">Rowohlt-Blog</a> anschauen.</p>
<p>Und wem&#039;s gefallen hat, der kann im Anschlu&#223; nat&#252;rlich gerne hier per Direktlink das Buch bei Amazon bestellen. Ich kenne es &#252;brigens auch noch nicht,<sup>1</sup> daher bin ich mal gespannt, wie&#039;s wird.</p>
<p>Gefunden habe ich die Aktion &#252;brigens &#252;ber die Twitterer von <a href="http://twitter.com/weltkompakt/status/1113387763"><a href="https://twitter.com/weltkompakt">@weltkompakt</a></a>, danke nochmal.</p>
<p><strong>Update:</strong></p>
<p>Der Stream stieg nach einer Stunde aus, die Lesung ging offenbar noch l&#228;nger. Das Buch scheint &#8211; nicht nur vom Artwork &#8211; die Antwort auf Charlotte Roches <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832180575?ie=UTF8&amp;tag=spitblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3832180575">&#034;Feuchtgebiete&#034;</a> zu sein.</p>
<p>Eine sch&#246;ne Szene w&#228;hrend der Lesung war daher, als Strunk wirklich widerliche Textpassagen vorlas, sich daraufhin die Zuschauer vor Ekel in ihren Sitzen wanden und Strunk nur grinste und lakonisch anmerkte:</p>
<blockquote><p>&#034;Kann man nichts machen, ne?&#034;</p></blockquote>
___<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1667" class="footnote">Wie auch? Mir schickt ja niemand Rezensionsexemplare.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>&quot;Die Stadt der tr&#228;umenden B&#252;cher&quot; &#8211; Walter Moers</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 20:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonstiges]]></category>
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		<description><![CDATA[Hildegunst von Mythenmetz, ein aufrecht gehender Lindwurm, ist wie alle Bewohner der Lindwurmfeste von der Literatur besessen. Am Totenbett seines Mentors erh&#228;lt er von diesem ein Manuskript, das so perfekt ist, da&#223; er sich auf den Weg nach Buchhaim macht, eine Stadt, in der alle Bewohner nur eines im Sinn haben: B&#252;cher. Dieses Manuskript scheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/tr%C3%A4umenden-B%C3%BCcher-Zamonien-Hildegunst-Mythenmetz/dp/3492246885%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3492246885"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/613QSEYHRKL._SL160_.jpg" alt="" /></a>Hildegunst von Mythenmetz, ein aufrecht gehender Lindwurm, ist wie alle Bewohner der Lindwurmfeste von der Literatur besessen. Am Totenbett seines Mentors erh&#228;lt er von diesem ein Manuskript, das so perfekt ist, da&#223; er sich auf den Weg nach Buchhaim macht, eine Stadt, in der alle Bewohner nur eines im Sinn haben: B&#252;cher.</p>
<p>Dieses Manuskript scheint bei den Bewohnern allerdings nicht nur Begeisterung, sondern auch gro&#223;e Furcht vor b&#246;sen M&#228;chten auszul&#246;sen. Und so schwebt der Hauptdarsteller bald in h&#246;chster Gefahr.</p>
<p>Auch dieser Roman von Walter Moers spielt wieder in Zamonien, einer Fantasiewelt, in der bereits K&#228;pt&#039;n Blaub&#228;r seine Abenteuer erlebt hat. Darauf mu&#223; man sich erstmal einlassen, dann hat man mit der dieser Welt innewohnenden Logik grunds&#228;tzlich kein Problem.</p>
<p>Moers versteht es gro&#223;artig, skurrile Lebewesen zu entwickeln, deren Verhaltensweisen durch ihre k&#246;rperlichen Merkmale bestimmt werden. Dadurch erschafft er eine schillernde Umgebung, in der die Figuren noch so absurde Eigenschaften haben k&#246;nnen, ihre daraus folgenden Handlungen erscheinen gar nicht so abwegig.</p>
<p>Und da komme ich auch schon auf den Hauptkritikpunkt zu sprechen: Die Handlungen sind zwar nicht abwegig, aber sie sind auch nicht <em>zwingend </em>notwendig.</p>
<p>Man fragt sich zwischendurch: &#034;Warum macht der Protagonist das jetzt? Ach ja, weil er ja so von Literatur besessen ist.&#034; Fertig. Das ist dann die einzige Motivation, und die mu&#223; man akzeptieren.</p>
<p>Zugegeben, genau mit diesem Klischee (in etwa &#034;Wieso geht die Frau nur im Nachthemd bekleidet in den dunklen Keller, wenn sie dort vorher verd&#228;chtige Ger&#228;usche geh&#246;rt hat?&#034;) spielt Moers zwar auch an verschiedenen Stellen, aber so originell ist das dann auf Dauer doch nicht.</p>
<p>B&#246;sewichte sind einfach so b&#246;se, ohne besonderen Grund, und aus demselben nichtigen Grund m&#252;ssen sie auch gestoppt werden. Die Widersacher und  Helfer sind h&#228;ufig eindimensional, was daran liegen mag, da&#223; Moers aus der Ich-Perspektive eines naiven Protagonisten erz&#228;hlt, der die Welt um sich herum kaum versteht. Der Protagonist wiederum gibt aber nicht genug Faszination her, um alleine eine Geschichte &#252;ber fast 500 Seiten zu tragen.</p>
<p>Sp&#228;testens beim zweiten Mal ist dann auch das wieder und wieder angewandte &#034;Deus-Ex-Machina&#034;-Prinzip nur noch langweilig. Der Hauptdarsteller ist alleine kaum imstande, eine Konfliktsituation selber zu l&#246;sen, es braucht fast immer ein wie auch immer geartetes Lebewesen oder einen herbeigeholten Trick, der ihm aus der mi&#223;lichen Lage verhilft.</p>
<p>Das funktioniert vielleicht bei Kindern, die jedoch sollten das Buch nicht lesen, weil es stellenweise, insbesondere zum Ende hin, zu brutal wird.</p>
<p>Moers bedient sich zum Teil auch bekannter Ideen, so f&#252;hlte ich mich an einer Stelle an die M&#252;llpressenszene aus &#034;Star Wars&#034; an anderer wiederum an die Achterbahnfahrt in &#034;Indiana Jones und der Tempel des Todes&#034; erinnert.</p>
<p>Ich war daher von diesem Roman ein wenig entt&#228;uscht, die &#034;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/344245381X?ie=UTF8&amp;tag=spitblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=344245381X">13 1/2 Leben des K&#228;pt&#039;n Blaub&#228;r</a>&#034; haben mir da wesentlich mehr Spa&#223; gemacht. Und so kam es, da&#223; ich die &#034;Stadt der tr&#228;umenden B&#252;cher&#034; etwa in der Mitte zugunsten eines anderen Buches zur Seite gelegt habe, etwas, das mir bei &#252;berzeugenden B&#252;chern nicht passiert. Andererseits: Ich hab&#039;s dann doch zu Ende gelesen, was ich wiederum auch in den seltensten F&#228;llen mache, wenn ich ein Buch erstmal abgebrochen habe.</p>
<p>Dieser Roman ist eine Lobpreisung an das Lesen und die Literatur. Das zu vermitteln ist Moers gelungen. Einen spannenden Roman zu schreiben, den man kaum weglegen kann, hat er nicht geschafft.</p>
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		<title>“Endlich Wunschgewicht!” &#8211; Allen Carr</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 20:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Versprechen lautet, man k&#246;nne seine Lieblingsspeise so oft man wolle zu sich nehmen und trotzdem sein Wunschgewicht erreichen. Klingt toll, oder? Der Haken daran ist: Man mu&#223; Obst und Gem&#252;se zu seiner Lieblingsspeise erkl&#228;ren. Carr behauptet einfach, (je)des Menschen Lieblingsspeise seien Fr&#252;chte. Das war’s. Die mu&#223; man nur essen, und schon wird alles gut. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Endlich-Wunschgewicht-einfache-Gewichtsproblemen-Schlu%C3%9F/dp/3442161177%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442161177"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/510X60SZFNL._SL160_.jpg" alt="" /></a>Das Versprechen lautet, man k&#246;nne seine Lieblingsspeise so oft man wolle zu sich nehmen und trotzdem sein Wunschgewicht erreichen.</p>
<p>Klingt toll, oder?</p>
<p>Der Haken daran ist: Man mu&#223; Obst und Gem&#252;se zu seiner Lieblingsspeise erkl&#228;ren.</p>
<p>Carr behauptet einfach, (je)des Menschen Lieblingsspeise seien Fr&#252;chte. Das war’s. Die mu&#223; man nur essen, und schon wird alles gut.</p>
<p>Das ist ungef&#228;hr so, als w&#252;rde man einem in Armut lebendem M&#252;llsammler in Bangladesh sagen: “Der Mensch war schon immer ein Sammler. Du bist nicht arm, das ist deine Lieblingsbesch&#228;ftigung.”</p>
<p>Kurz gesagt: Dieses Buch ist unversch&#228;mter Schwachsinn und behauptet, man k&#246;nne Menschen, die an einer jahrzehntelang antrainierten E&#223;st&#246;rung leiden, heilen, indem man ihnen einfach mal sagt: “I&#223; Obst.”</p>
<p>Irgendwann in der Mitte behauptet er dann noch, da&#223; Hy&#228;nen und Geier so h&#228;&#223;lich seien, weil sie nur Fleisch essen. Und als sei es nicht schon idiotisch genug, der Natur gegen&#252;ber Adjektive wie “h&#228;&#223;lich” zu verwenden, nein, er entbl&#246;det sich nicht, einige Seiten sp&#228;ter als positives Beispiel ausgerechnet Katzen zu erw&#228;hnen &#8211; deren Nahrung fast ausschlie&#223;lich aus Fleisch besteht.</p>
<p>Den Rest des Buches f&#252;llt er mit Eigenlob und Selbstbeweihr&#228;ucherung, f&#252;r so viele Seiten reicht dann seine Theorie doch nicht.</p>
<p>Die Kohle f&#252;r das Buch kann man sich komplett sparen und sie lieber dem Punk in der Innenstadt geben, der kauft sich wenigstens Bier daf&#252;r.</p>
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		<title>“Endlich Nichtraucher!” &#8211; Allen Carr</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 20:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte das Buch zweimal &#252;berflogen, um es danach einmal vollst&#228;ndig zu lesen. Zu dem Zeitpunkt war ich bei ca. 45 Zigaretten am Tag. An dem Tag, an dem ich es durchgelesen hatte, rauchte ich die verbliebenen 5-6 Zigaretten, die noch &#252;brig waren. Seitdem habe ich nicht eine einzige Zigarette mehr geraucht, und ich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Endlich-Nichtraucher-einfachste-Rauchen-Schlu%C3%9F/dp/3442136644%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442136644"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51UpXWiNB-L._SL160_.jpg" alt="" /></a>Ich hatte das Buch zweimal &#252;berflogen, um es danach einmal vollst&#228;ndig zu lesen. Zu dem Zeitpunkt war ich bei ca. 45 Zigaretten am Tag.</p>
<p>An dem Tag, an dem ich es durchgelesen hatte, rauchte ich die verbliebenen 5-6 Zigaretten, die noch &#252;brig waren.</p>
<p>Seitdem habe ich nicht eine einzige Zigarette mehr geraucht, und ich habe nichts vermi&#223;t, im Gegenteil. Das ist jetzt &#252;ber drei Jahre her.</p>
<p>Das Buch funktioniert, mehr mu&#223; man dazu eigentlich nicht sagen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&quot;Geil auf Gewalt&quot; &#8211; Bill Buford</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 20:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bill Buford steht eines Tages an einem walisischen Bahnhof, als eine Lautsprecherdurchsage die Einfahrt eines Sonderzuges verk&#252;ndet und die Wartenden auffordert, einige Schritte zur&#252;ckzutreten. “Wahrscheinlich ein Milit&#228;rzug”, denkt der Autor noch, und ein Sonderzug voller gr&#246;lender, saufender Fu&#223;ballfans mit hochroten K&#246;pfen rollt ein. Ein blutender Schaffner wird weggebracht, ein Mann, der aus dem Zug f&#228;llt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Geil-auf-Gewalt-Unter-Hooligans/dp/3446171606%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3446171606"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41W8KDCW6FL._SL160_.jpg" alt="" /></a>Bill Buford steht eines Tages an einem walisischen Bahnhof, als eine Lautsprecherdurchsage die Einfahrt eines Sonderzuges verk&#252;ndet und die Wartenden auffordert, einige Schritte zur&#252;ckzutreten.</p>
<p>“Wahrscheinlich ein Milit&#228;rzug”, denkt der Autor noch, und ein Sonderzug voller gr&#246;lender, saufender Fu&#223;ballfans mit hochroten K&#246;pfen rollt ein. Ein blutender Schaffner wird weggebracht, ein Mann, der aus dem Zug f&#228;llt, rabiat zu Boden geworfen.</p>
<p>Sowas hatte er noch nie gesehen: Hat er schon als Amerikaner ohnehin keinen Zugang zu Fu&#223;ball, dann als Herausregeber einer Literaturzeitung erst recht keine Ber&#252;hrungspunkte mit der Hooligan-Szene.</p>
<p>Der Zug rollt weiter, doch das Spektakel l&#228;&#223;t Buford keine Ruhe mehr: Er mischt sich unter die Hooligans, lernt ihre Sprache, ihre Gebr&#228;uche und begleitet sie schlie&#223;lich sogar ins Ausland.</p>
<p>N&#252;chtern und dokumentarisch, oftmals witzig beschreibt Buford seine Erlebnisse mit diesen Gewaltt&#228;tern und l&#228;&#223;t sich immer mehr auf sie ein.</p>
<p>Kann man &#252;ber die geschilderten Personen zun&#228;chst noch lachen (z.B. &#252;ber den Hooligan, der sich den Namen eines Fu&#223;ballstars in die Haut t&#228;towiert hat, in der naiven Hoffnung, der Spieler w&#252;rde ewig leben oder zumindest niemals den Verein wechseln), so wird die exzessive Gewalt, die Buford beschreibt, immer bedr&#252;ckender, zugleich geht von ihr jedoch auch eine immense Faszination aus.</p>
<p>Von dieser wird auch Buford erfa&#223;t, so da&#223; er schlie&#223;lich fast die Kontrolle &#252;ber sich verliert.</p>
<p>Wie Buford, so verliert man auch als Leser die Distanz, w&#252;nscht sich w&#228;hrend ruhigeren und einigerma&#223;en gewaltlosen Passagen, da&#223; es doch wieder “losgehen” m&#246;ge, da&#223; wieder “was passieren” soll.</p>
<p>Und sp&#228;testens dann erkennt man, da&#223; man sich selbst gar nicht so sehr von diesen Primitivlingen unterscheidet.</p>
<p>Es ist kein sch&#246;nes Buch, aber es zeigt eine Welt, die f&#252;r die meisten von uns wohl so noch nie zug&#228;nglich war.</p>
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		<title>&quot;Im Anfang war der Wasserstoff&quot; &#8211; Hoimar von Ditfurth</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 20:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Diverse Horrorfilme und ein didaktisch nicht besonders f&#228;higer Bio-Lehrer waren Schuld, da&#223; ich das Prinzip der Evolution nie kapiert hatte. Fr&#252;her dachte ich immer, eine Mutation, das ist, wenn sich irgendwer zuf&#228;llig einen dritten Arm wachsen l&#228;&#223;t oder einen R&#246;ntgenblick entwickelt. Den hat er dann ganz f&#252;r sich alleine, das kann ihm keiner wegnehmen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Anfang-war-Wasserstoff-Hoimar-Ditfurth/dp/3423330155%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3423330155"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31VPSD8HXBL._SL160_.jpg" alt="" /></a>Diverse Horrorfilme und ein didaktisch nicht besonders f&#228;higer Bio-Lehrer waren Schuld, da&#223; ich das Prinzip der Evolution nie kapiert hatte.</p>
<p>Fr&#252;her dachte ich immer, eine Mutation, das ist, wenn sich irgendwer zuf&#228;llig einen dritten Arm wachsen l&#228;&#223;t oder einen R&#246;ntgenblick entwickelt. Den hat er dann ganz f&#252;r sich alleine, das kann ihm keiner wegnehmen, aber so richtig n&#252;tzt das der Menschheit auch nichts.</p>
<p>Kreationisten glauben ja bekanntlich heute noch, da&#223; dies die Funktionsweise der Evolution sei, argumentieren dann, da&#223; so ja niemals eine solche Artenvielfalt m&#246;glich sei, und da&#223; das ja dann wohl der liebe Gott gewesen sein m&#252;sse, weil es ja wohl h&#246;chst unwahrscheinlich sei, da&#223; zwei fickende Affen pl&#246;tzlich einen Hochleistungssportler mit Abitur zeugen.</p>
<p>Da&#223; die Entstehung neuer Arten anders funktioniert, erkl&#228;rt Hoimar von Ditfurth in seinem Buch “Im Anfang war der Wasserstoff”.</p>
<p>Er beschreibt, wie die ersten mehrkettigen Molek&#252;le entstanden sind, wie sich die ersten Zellen entwickelt haben, und wie ein fortw&#228;hrender Entwicklungsproze&#223; zwangsl&#228;ufig zu Leben auf der Erde, wie wir es kennen, f&#252;hren <em>mu&#223;te.</em></p>
<p>Ich hatte bis dahin noch nie ein Buch in den H&#228;nden gehalten, das mir so anschaulich und spannend die Entstehung von Leben und dessen Weiterentwicklung durch nat&#252;rliche Selektion erkl&#228;rt hat.</p>
<p>Eines der pr&#228;gnantesten Beispiele daf&#252;r findet sich im Kapitel 15, “Verstand ohne Gehirn”: Der Birkenspanner, eigentlich durch seine wei&#223;-graue F&#228;rbung gut getarnt, pa&#223;te sich innerhalb k&#252;rzester Zeit an die durch die Industrialisierung schwarz gef&#228;rbten Birken an. Und zwar, ohne da&#223; er dazu irgendwas tun mu&#223;te &#8211; die zuf&#228;llig dunkel gef&#228;rbten und nun besser getarnten Birkenspanner wurden nicht so h&#228;ufig gefressen wie die nun auf dunklem Hintergrund gut sichtbaren wei&#223;en Exemplare. Die schwarzen Birkenspanner vermehrten sich also, indem sie ihr “Schwarzf&#228;rbungserbgut” weitergaben. So geht nat&#252;rliche Selektion.</p>
<p>Das mu&#223; man schon nicht verstehen <em>wollen</em>, um das nicht zu kapieren. Womit wir wieder bei der Religion w&#228;ren.</p>
<p>Als Agnostiker habe ich’s ja nicht so mit Gott (eigentlich nervt mich vor allem sein Fanclub), aber von Ditfurth bereitet in seinem Buch eine Argumentation vor, die auch religi&#246;sen (allerdings aufgekl&#228;rten) Menschen zusagen d&#252;rfte:</p>
<p>Der gesamte nat&#252;rliche Entwicklungsproze&#223;, vom Urknall bis zur Entstehung der Menschen folgt vern&#252;nftigen Prinzipien, daran ist nichts zuf&#228;llig oder pl&#246;tzlich aus dem Hut gezaubert. Und genau diese Vernunft, die Einfachheit und Eleganz, mit der sich beginnend mit einem Wasserstoffatom bis zu hochkomplexen Lebewesen die nat&#252;rliche Vielfalt ausdr&#252;ckt, k&#246;nnte von einer h&#246;heren Intelligenz als der unseren erdacht worden sein.</p>
<p>Diesen Gedanken vertieft von Ditfurth wiederum ausf&#252;hrlich in seinem Buch: <a name="evtst|a|3455087787" href="http://www.amazon.de/Wir-sind-nicht-dieser-Welt/dp/3455087787%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3455087787">Wir sind nicht nur von dieser Welt</a><img style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important; display: none;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=laessilesen-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3455087787" border="0" alt="" width="1" height="1" />, das ich ebenfalls uneingeschr&#228;nkt empfehlen kann.</p>
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		<title>&quot;Der Unbesiegbare&quot; &#8211; Stanislaw Lem</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 19:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[“Der Unbesiegbare” ist ein Raumschiff auf Rettungsmission: Vor einiger Zeit landete ein baugleiches Schiff auf einem fremden Planeten und ist seither verschollen. Nachdem das vermisste Schiff gefunden wird, steht die Besatzung des “Unbesiegbaren” vor einem R&#228;tsel: Offenbar ist die verschollene Besatzung wahnsinnig geworden und hat ihr eigenes Schiff verw&#252;stet… Was wie ein Abenteuerroman im Weltraum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Unbesiegbare-Utopischer-Roman-Stanislaw-Lem/dp/3518389599%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dspitblog-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3518389599"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41-LS-aXucL._SL160_.jpg" alt="" /></a>“Der Unbesiegbare” ist ein Raumschiff auf Rettungsmission: Vor einiger Zeit landete ein baugleiches Schiff auf einem fremden Planeten und ist seither verschollen.</p>
<p>Nachdem das vermisste Schiff gefunden wird, steht die Besatzung des “Unbesiegbaren” vor einem R&#228;tsel: Offenbar ist die verschollene Besatzung wahnsinnig geworden und hat ihr eigenes Schiff verw&#252;stet…</p>
<p>Was wie ein Abenteuerroman im Weltraum beginnt, entwickelt sich in kurzer Zeit zu einer extrem spannenden Suche nach den Gr&#252;nden der Katastrophe und endet schlie&#223;lich in einer Betrachtung menschlicher Arroganz.</p>
<p>Und genau deshalb z&#228;hlt Stanislaw Lem zu den gr&#246;&#223;ten im Science-Fiction-Genre.</p>
<p>Lem beschr&#228;nkt sich in seinen Erz&#228;hlungen zumeist auf einfache Rahmenbedingungen: Fremde Planeten, konventionelle Raumschiffe, alles streng wissenschaftlich und logisch nachvollziehbar, <em>Science</em> Fiction eben.</p>
<p>Dann allerdings zeigt er seine gro&#223;e Erz&#228;hlst&#228;rke: Die Entwicklung von Charakteren und die daraus entstehenden Konflikte stehen im Vordergrund und sind so &#252;berzeugend, da&#223; man <strong></strong>weiterlesen <strong>mu&#223;</strong>, weil auch die Protagonisten aus ihrer Situation nicht entfliehen k&#246;nnen.</p>
<p>Das moralische Dilemma, das Lem aufbaut, ist ein universelles, allgemeing&#252;ltiges und fernab jeglicher “Wir-fliegen-mal-auf-den-Planeten-und-knallen-ein-paar-Aliens-ab”-Heldengeschichten.</p>
<p>Wer mit Science Fiction nichts zu tun haben m&#246;chte, weil irgendwelche Deppen auf die Idee gekommen sind, in ihren Bestseller-Discountern (”Buchhandlung” mag man diese L&#228;den ja nicht nennen) ein sogenanntes “Science Fiction / Fantasy”-Regal aufzubauen und dort Wegbereiter wie Ray Bradbury und Isaac Asimov neben Zwergen-, Ork- und Elfenwaldm&#228;rchen feilzubieten, sollte “Der Unbesiegbare” lesen.</p>
<p>Es ist ein hochintelligentes und ungemein spannendes Pl&#228;doyer gegen menschliche &#220;berheblichkeit.</p>
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