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	<title>spitblog &#187; fakenews</title>
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		<title>Gegen den Chip im Ball</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem zu Unrecht nicht als Tor gewerteten Treffer von Frank Lampard in der Fu&#223;ball-WM-Begegnung Deutschland gegen England werden Stimmen laut, die fordern, den Ball mit einem Chip auszustatten, der dem Schiedsrichterteam meldet, ob der Ball vollst&#228;ndig hinter der Torlinie war oder nicht. B&#252;rgerrechtsorganisationen wie StopRFID, der FoeBuD und die Piratenpartei lehnen ein solches Vorhaben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem zu Unrecht nicht als Tor gewerteten Treffer von Frank Lampard in der Fu&#223;ball-WM-Begegnung Deutschland gegen England werden Stimmen laut, die fordern, den Ball mit einem Chip auszustatten, der dem Schiedsrichterteam meldet, ob der Ball vollst&#228;ndig hinter der Torlinie war oder nicht.</p>
<p>B&#252;rgerrechtsorganisationen wie StopRFID, der FoeBuD und die Piratenpartei lehnen ein solches Vorhaben jedoch aus Datenschutzgr&#252;nden strikt ab.</p>
<p>&#034;Auch Multimillion&#228;re haben ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung,&#034; so der Sportbeauftragte der Piratenpartei, Bodo Schokolowski, direkt nach dem Spiel. &#034;Ein mit einem solchen Chip &#252;berwachter Ball macht das Spielverhalten jedes einzelnen Teammitglieds vollkommen gl&#228;sern. Nicht genug, da&#223; jeder Spieler mit R&#252;ckennummer und Namensaufdruck eindeutig identifizierbar ist, ganz zu schweigen von der st&#228;ndigen Kamera&#252;berwachung am Arbeitsplatz, jetzt soll auch noch das Arbeitsger&#228;t durch den Arbeitgeber elektronisch &#252;berwacht werden. Das ist einfach nicht mehr hinnehmbar.&#034;</p>
<p>Betroffen w&#228;ren zudem nicht nur die Spieler sondern auch Zuschauer, die den Ball zuf&#228;llig fangen, sowie Balljungen, Sportartikelverk&#228;ufer und Platzwarte.</p>
<p>Gegen den &#220;berwachungswahn im Sport &#228;u&#223;erte sich daher auch der ehemalige Fu&#223;ballprofi G&#252;nter Netzer in der Halbzeitpause: &#034;Fu&#223;ball bedeutet Drama!&#034;</p>
<p>Kritisiert wurde auch, da&#223; ein solcher Chip praktisch von jedem ausgelesen werden kann, ohne da&#223; der ballf&#252;hrende Spieler dieses erf&#228;hrt. Als Alternative schl&#228;gt die Piratenpartei daher Torschiedsrichter vor, die hinter der Linie sitzen und jeweils einen Barcodescanner mitf&#252;hren. Sobald der Ball sich hinter der Linie befindet, kann dessen Barcode f&#252;r alle &#246;ffentlich sichtbar vom Torschiedsrichter ausgelesen werden.</p>
<p>Auf das Problem hingewiesen, da&#223; dies doch den Spielverlauf drastisch verz&#246;gern w&#252;rde, reagierte Schokolowski hingegen gelassen: &#034;Es ist nicht Aufgabe der Politik, die Probleme von Sportverb&#228;nden wie der FIFA zu l&#246;sen. Wenn ein Fu&#223;ballspiel nicht datenschutzkonform ausgerichtet werden kann, dann m&#252;ssen solche Veranstaltungen eben untersagt werden. Da mu&#223; man auch mal unpopul&#228;re Entscheidungen mittragen und entsprechend kommunizieren.&#034;</p>
<p>Ger&#252;chten zufolge habe allein der St&#252;rmer Mario Gomez keinerlei Bedenken gegen einen solchen Chip im Ball. Was das anginge, habe er nichts zu verbergen, so lautete es aus noch unbest&#228;tigter Quelle.</p>
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