Meine Meinung zum Rauchverbot ist ziemlich schnell umrissen:
Liebe Raucher,
meinetwegen könnt ihr auch am Endrohr eines Linienbusses ziehen, mir isses egal. Ob ihr damit die Gesundheitskassen belastet, interessiert mich auch nicht weiter, das machen andere genauso. Ob das nun die Fußballspieler sind, die sich Samstagmorgens mit 1,5 ‰ Restalkohol gegenseitig in die Knöchel grätschen oder die fetten Säcke, die da zugucken, sich dabei 8-10 Halbe reindrehen und denen auf dem Platz zubrüllen, sie sollten sich mal bewegen, die faulen Schweine.
Ich will nur zwei Dinge: Daß ihr mir nicht in die Fresse qualmt. Ich furz euch im Restaurant ja auch nicht mitten ins Gesicht.
Und, und das ist fast noch wichtiger: Daß ihr aufhört, so zu tun, als ginge es hier um Freiheit, Selbstbestimmung oder sonst irgendein Grundrecht, was euch weggenommen wurde.
Ihr seid süchtig. Akzeptiert es, und hört auf zu lamentieren.
Wenn ihr mal vorher etwas rücksichtsvoller gewesen wäret und ein paarmal mehr gefragt hättet, ob es euren Mitreisenden, den anderen Gästen oder denjenigen, die mit euch auf den Bus warten, etwas ausmacht, wenn ihr ihnen die Klamotten vollstinkt, dann müßten wir jetzt gar nicht darüber sprechen.
Ihr wollt in Ruhe rauchen? Dann bleibt doch zu Hause. Kennt ihr, die Argumentation, was? Wir drehen das jetzt einfach mal um.
So lange ihr immer noch nicht gelernt habt, daß man auch mal ein bis zwei Meter vom Eingang weggehen kann, anstatt allen anderen Gästen zuzumuten, durch eine kalte Nikotinwolke laufen zu müssen, so lange werden wir uns weiter dagegen wehren.
So einfach ist das.






Ich bin nicht süchtig. Körperlich könnte ich mit einem Konsum von weniger als einer Schachtel/Monat wohl recht gut mit einem Rauchverbot leben. Ich habe auch nichts gegen Nichtraucherkneipen. Bitte, gern. Dort gibt es auch keine Probleme mit Nikotinwolken.
Auf der anderen Seite erlaube man mir bitte die Freiheit hin und wieder in geselliger Atmosphäre Genuß- und Rauschmittel zu konsumieren. Und ja, das ist sehr wohl eine Frage der Freiheit. Eine Kneipe sollte doch bitte eine Kneipe bleiben.
PS: Nicht zu rauchen, wo/wenn andere essen, ist für mich dabei ebenso selbstverständlich, wie anderen Menschen keinen Rauch ins Gesicht zu blasen.
@Brian Griffin:
Danke!
Danke Lars.
@Brian Griffin:
Immer das Argument, Rauchen gehöre zwingend zur "Kneipenkultur" und daher müsse man das unbedingt konservieren. Herrje.
Kultur ist ein Prozess, nie ein Status Quo.
Früher gehörte eine ordentliche Prügelei zur Kneipenkultur. Gibts nicht mehr. Haben wir hinter uns gelassen.
Oder noch früher: eine saubere Schießerei. Auch vorbei.
Diese beiden Ausfallerscheinungen haben nämlich mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch Unbeteiligten geschadet.
Genauso wie die Raucherei.
Es gibt auch einfach dämliche Auswüchse, die als Kultur verbrämt werden.
Ganz nebenbei: Die bei uns in Niedersachsen geltende Regelung finde ich gar nicht so schlecht. In die Kneipen, in denen eh nur Starkstromalkoholiker sitzen, gehe ich ja jetzt auch nicht, nur weil da nicht mehr geraucht wird.
Was mir nur so elendig auf den Sack geht, ist der klägliche Versuch, irgendwelche vermeintlich rationalen Gründe zu finden, um aus uns Nichtrauchern intolerante Faschisten zu machen.
Da ist das Rauchen plötzlich Jahrtausende alte Kultur. (War das Faustrecht übrigens auch.) Oder wir wollten uns in euer Leben einmischen, indem wir eure Gesundheit schützen. Wollen wir gar nicht. Ehrlich nicht.
Ihr wollt rauchen, wir wollen nicht belästigt werden. Fertig. Genauso, wie die einen in der S-Bahn brüllend laut Musik aus ihren Handylautsprechern hören wollen, die anderen eben nicht. Mehr ist es nicht.
Wenn man das nicht einvernehmlich regeln kann, dann muß es eben mit Vorschriften passieren. Und dann verliert am Ende nunmal häufig derjenige, der bislang mit seinem Verhalten die Freiheit anderer eingeschränkt hat.
Flattr'd.
Danke!
Danke Dir für diesen tollen Text pro nichtrauchen.
Ich erlaube mir Teile Deines Textes in meinem Blog http://zentao.wordpress.com/
zu veröffentlichen, selbstverständlich mit Link und erwähnung Deines Blogs.
Liebe Grüsse zentao
Ich hatte mal einen Kollegen, mit dem musste ich nach Mannheim. Er rauchte. Ich nicht. Den Zug habe ich gebucht. Seine Worte dazu "wenn Du Nichtraucher reservierst fahre ich nicht mit". Das war sein bitterer Ernst. Also fuhr ich ein paar Stunden mit ihm und der ebenfalls Kette rauchenden Kollegin in einem voll zugequalmten Großraumabteil.
Das war nur die Spitze des Eisberges, was sein Rauchverhalten anging.
Wenn der mir heute so Sätze wie "Wenn ihr mal vorher etwas rücksichtsvoller gewesen wäret und ein paarmal mehr gefragt hättet, ob es euren Mitreisenden…"
oder
"So lange ihr immer noch nicht gelernt habt, daß man auch mal ein bis zwei Meter vom Eingang weggehen kann, anstatt allen anderen Gästen zuzumuten, durch eine kalte Nikotinwolke laufen zu müssen, so lange werden wir uns weiter dagegen wehren."
sagen würde, dann würde, nein dann müsste ich ihn leider auslachen.
Schaut nach Australien, Italien, Irland ! Dort existiert ein Rauchverbot in Gaststätten, Kneipen und Restaurants seit Jahren – und keinen juckts. Die Raucher gehen vor die Tür oder rauchen halt nicht. Fertig! Ende der Diskussion. Der Unterschied zu Deutschland ist, es wird sich nicht gegenseitig an die Gurgel gegangen. Die Raucher kämpfen nicht für die Freiheit anderen Schadstoffe ins Gesicht blasen zu können und die Nichtraucher schwadronieren nicht über die bösen Umweltverpester während sie die 3 Meter zum Bäcker mit den Auto fahren.
Ich bin selbst Raucher und zwar ein recht Starker, so ca. 20 Kippen am Tag. Aber das Rauchverbot finde ich gut. Wenn ich rauchen möchte, so gehe ich dorthin wo's keinen stört und wo es dann auch gestattet ist. Und wenn damit einer meiner rauchenden Mitbürger ein Problem hat, dann soll er eben zu hause bleiben.
Was mich aber genauso nervt ist diese scheiss anmaßende Argumentation mancher Nichtraucher. Die ständig von IHRER Gesundheit faseln, und der UMWELT die ja leiden müsse. Aber am Wochenende schön im Garten die alten Autoreifen verbrennen und sich mit Mutti vor der Tagesschau freuen, dass die Laufzeiten für AKW's nun doch verlängert werden und der Strom Gott sei Dank billig bleibt.
Also, liebe Raucher hört auf für ein Recht zu kämpfen dass niemals existierte und liebe Nichtraucher hört auf so zu tun, als wenn ihr die besseren Menschen seid, das seid ihr nämlich beileibe nicht!
@Martin: Kannst ruhig sagen, daß ich der Kollege war. ;-)
Ja, daran mußte ich auch denken. Ist mir heutzutage ziemlich peinlich, was für ein Arschloch ich war, nur weil ich nicht länger als eine Stunde auf Nikotin verzichten konnte.
Deshalb weiß ich auch genau, daß diese ganzen angeblichen Gründe, warum das Rauchverbot prinzipiell und kulturell verwerflich sei und überhaupt dem freiheitlich-demokratischen Grundgedanken widerspricht und und und – daß das alles Bullshit ist, den man sich als Nikotinsüchtiger zusammenreimt, um sein eigenes Verhalten zu rechtfertigen.
Ein Nichtraucher weiß nicht, wie es ist, nicht rauchen zu dürfen, ein Raucher weiß nicht, wie es ist, als (wieder) normal Riechender in einer zugequalmten Kneipe zu sitzen.
Ich kenne beides. Du übrigens auch.
Pro Lars! :) Sobald ich Flattrguthaben habe gibt's hier eine Runde
Hm.
Da kann ich nur hoffen, dass ich beim Werdertreff nicht zu negativ aufgefallen bin. So als Süchtiger… :-/
Grüße,
Markus
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