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Hinterzimmerdiplomatie

Im Herbst 1993, direkt nach meinem Abitur, bin ich in die SPD eingetreten. Einer der ausschlaggebenden Gründe war der Umstand, daß die SPD ihren damaligen Vorsitzenden, Rudolf Scharping, per Urwahl, also durch Abstimmung aller Parteimitglieder ausgewählt hat.

Ob das damals der richtige Kandidat war, sei mal dahingestellt, aber eines wußte ich: Einer solch volksnahen, mutigen Partei wollte ich angehören.

Und heute? Heute beschließt ein Haufen kritikunfähiger Parteifunktionäre, wer in seine Fußstapfen treten darf. Die SPD von heute hat Angst vor der eigenen Basis. Wer will da schon zur Basis gehören?

Mein Parteibuch von früher habe ich immer noch irgendwo im Regal. Und muß deswegen mittlerweile solche rechtfertigenden Artikel wie diesen schreiben.