Das ist die absurdeste Story seit langem:
Etlichen Amazon Kindle-Besitzern fiel heute Morgen auf, daß bestimmte Bücher auf ihrem eBook-Reader fehlten.
Der Grund war folgender: Man hatte sich entschlossen, diese Bücher lieber doch nicht in elektronischer Form herauszugeben, löschte sie nachträglich per DRM von den Geräten und erstattete den Kaufpreis.
Das muß man sich vorstellen: Bereits gekaufte Bücher werden wieder einkassiert und der Betrag zurück auf das Konto gebucht.
Wenn jetzt noch nicht jedem klargeworden ist, was man sich mit DRM für einen Rotz eingehandelt hat, weiß ich auch nicht weiter.
Und jetzt das geilste: Bei den Büchern handelte es sich um "1984" und "Animal Farm" von George Orwell.
(via @Senficon)






In diesem Fall gibt es ja zumindestens noch ein gewisses Maß an Transparenz – was passiert aber, wenn der digitale Datenbestand in den kommenden Jahren zunimmt und fremde Parteien jederzeit die Möglichkeit haben auf mein persönliches Eigentum zuzugreifen und ggf. Daten zu löschen ohne weitere Zustimmung oder Information.
DRM ist – da stimme ich zu – in der jetzigen Form einfach nur Rotz !. Volle Kontrolle für die "Verkäufer" und völlige Abhängigkeit vor – bei – und nach dem Kauf für die Kunden.
Man geht den Weg der Musikindustrie, erst die User mit solchen Aktionen nachhaltig verprellen, dann ordentlich und laut jammern, weil das Produkt nicht läuft und dann doch nachgeben und DRM frei verkaufen. Ist eine Frage der Zeit. Wenn die Nutzer ihre Macht (aka. GELD) nutzen würden, ging es sicher schneller.
skurril, aber das passt in die derzeitige Diskussion um Urheberrechte und deren Verwertung. Haber gerade ein Interview mit einem Medienrechtler entdeckt und drüber geschrieben: http://www.janimnetz.de/2009/07/18/urheberrecht-kreative-und-verbraucher-haben-keine-lobby/
Eigentlich gut wenn sowas passiert und vor allem öffentlich wird, denn dann gibt es die Chance, das sich ein neues Bewusstsein in der Bevölkerung für kulturelle Werte entwickelt.
Das es genau die Bücher getroffen hat, ist natürlich ein Brüller.
Ja, die Titel sind eigentlich die Krönung des ganzen. Aber mir gefällt dieses "abgeschlossene" eReader Konzept von Amazon eh nicht, das muss alles viel offener laufen, damit die wirklich guten Umsetzungen möglich sind, der eReader steht ja derzeit technisch noch ganz am Anfang.