Eine sehr sachliches und treffendes Fazit hat Gerrit bereits gezogen, so daß ich zur Veranstaltung selbst kaum noch etwas anmerken muß.
Er hat in den meisten Punkten recht, die Wahl des Friedrichstadtpalastes finde ich persönlich jedoch nicht per se falsch, man hätte vielleicht einfach während der einzelnen Veranstaltungen auf die Bühnenbeleuchtung verzichten können. Hätte man den Saal gleichmäßig beleuchtet, wäre diese Theateratmosphäre nicht so ausgeprägt gewesen. Denn gerade die Enge in der Kalkscheune hat mich ziemlich genervt, mir fehlte jedesmal die Möglichkeit, mich mal kurz an einen Tisch zu setzen, um das Netbook auszupacken.
Absolut zustimmen muß ich ihm, was die englischsprachigen Vorträge angeht. Da schlurft jemand mit seinem Notebook ans Rednerpult, sagt beim Anschließen des VGA-Kabels sowas wie "Geht gleich los, einen Moment", um dann bei erscheinen des Beamerbildes loszulegen: "Good morning, everybody, let me introduce…"
Was soll das? Da sitzen vielleicht 10 Leute im Publikum, die nicht so gut Deutsch sprechen, und alle anderen müssen darunter leiden? Gastfreundschaft und Internationalität in allen Ehren, aber das kann es ja wohl nicht sein. Ich bin jedesmal rausgegangen und habe den Vortragenden gewünscht, sie mögen von nun an auf Russisch träumen und dabei französische Untertitel eingeblendet bekommen.
Ansonsten war ich sehr zufrieden. Ich hatte die Gelegenheit, eine Menge Leute persönlich zu treffen, die mich in den vergangenen drei Jahren beim Bloggen sehr beeinflusst haben, darunter Jens, René, Johnny, Nilz, Björn, Julie, Peter, Jeriko und viele andere, guckt einfach in meine Blogroll. Dafür bin ich eigentlich hingefahren, und allein dafür hat sich das alles gelohnt.
Und wer das alles als gegenseitige, irrelevevante Eierschaukelei betrachtet, der soll doch von mir aus vereinsamt vor seinem TFT verschimmeln, in dem Wissen, der einzig wahre Blogger zu sein, darf sich dann aber schon fragen, was er denn selber bisher beigetragen hat, außer alles scheiße zu finden.