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	<title>Kommentare zu: Warum ich ein bedingungsloses Grundeinkommen f&#252;r richtig halte</title>
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	<description>Ich kann auch anders</description>
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		<title>Von: Hans-Dieter Wege</title>
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		<dc:creator>Hans-Dieter Wege</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 11:04:18 +0000</pubDate>
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		<description>Ein sch&#246;nes Leben f&#252;r alle Menschen als neue soziale Idee!

	


 

(Aus der Sichtweise eines Arbeiters und f&#252;nffachen Familienvaters nach 38 Jahren Erwerbsarbeit)

Von Hans-Dieter Wege

Im Jahre 2004 h&#246;rte ich zum ersten Mal von der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommen. Mir ging es damals genauso, wie ganz bestimmt auch heute noch sehr vielen Menschen hier in Deutschland, auch meine erster Gedanke war, dann geht doch niemand mehr arbeiten. Auch zu einer Abstimmung zu diesem Thema stimmte ich dann gegen das BGE und f&#252;r eine sanktions-und repressionsfreie Grundsicherung.
F&#252;r das so oftmals bezeichnete Recht auf Faulheit wollte ich auf gar keinen Fall meine Stimme geben. Ich muss aber auch ganz ehrlich dazu sagen, dass ich mich erst seit 2004, mit dem Beginn der Montagsdemonstrationen &#252;berhaupt mit dem Thema Politik befasse und das es mir auch &#252;berwiegend auf den Protest gegen dieses asoziale Hartz IV-Gesetz ankommt, mit dem Ziel dieses auch helfen abzuschaffen.

Zwangsl&#228;ufig musste ich mich daher aber auch mit den Themen Kapitalismus, Kommunismus und Sozialismus besch&#228;ftigen. Da ich zwischenzeitlich zu der Meinung gekommen bin, dass die Z&#228;hmung des Kapitals auf der Erde, also der &quot;Widerspenstigen Z&#228;hmung&quot;, allein aufgrund des Zwanges der Unternehmen Profite zu machen unm&#246;glich sein d&#252;rfte. Und genau dieser Zwang d&#252;rfte auch urs&#228;chlich daf&#252;r verantwortlich sein, dass man seitens der Unternehmer versucht durch immer weitere K&#252;rzungen der Kosten f&#252;r die Lohnarbeit immer h&#246;here Profite zu erwirtschaften und gleichzeitig aber auch Kunkurrenten wirksam zu bek&#228;mpfen, indem man sie ausschaltet um sie anschlie&#223;end vielleicht sogar &#252;bernehmen zu k&#246;nnen. Dies Alles setzt in meinen Augen eine Schraube ohne Ende in Gang und muss daher gleichzeitig f&#252;r alle Arbeitnehmer der Grund sein, sich mindestens hiergegen erfolgreich zu wehren bzw. dieses System letztendlich zu &#252;berwinden, da es letztendlich auf der totalen Ausbeutung der Lohnarbeiter hinauslaufen w&#252;rde.

Auch das derzeitige Sozialversicherungssystem, welches ja nach dem 2. Weltkrieg als Teil der so genannten Sozialen Marktwirtschaft sehr gut zu funktionieren schien, wurde von den Unternehmern als Arbeitgeber aufgebrochen und destabilisiert. Dieses Ziel wurde 2005 mit der Einf&#252;hrung der asozialen Zwangsgesetze nach Hartz und dem neu eingef&#252;hrten System des Fordern und F&#246;rderns gekr&#246;nt und seit dem nennt sich Deutschland paradoxerweise einen vorsorgenden Sozialstaat.
Viele Renten-, Kranken-, und Arbeitslosenversicherte bekamen hierdurch ganz schnell zu sp&#252;ren, was das Sozialversicherungssystem in Deutschland f&#252;r sie als Betroffene wirklich noch wert ist.

Weitere Gr&#252;nde kann man hier nachlesen:

Der Bund der Pflegeversicherten informiert: Mehrwertsteuer frisst Rente

www.scharf-links.de/41.0.html (bitte vollst&#228;ndigen Link einkopieren)

Aus den oben geschilderten Gr&#252;nden und da ich mich selbst zwischenzeitlich zu einem Bedingungslosen Grundeinkommen sehr ausf&#252;hrlich informierte, bin ich heute der Meinung, dass man die Menschen f&#252;r dieses Grundeinkommen und zwar f&#252;r das Linke + Mindestlohn + radikaler Erwerbsarbeitszeitverk&#252;rzungen + Arbeitskraftabgabe (Arbeitskraftabgabe meiner Meinung nach) in H&#246;he des jeweiligen Mindestlohnstundenlohnes als einen ersten Schritt hin zu einem freiheitlich internationalen demokratischen Sozialismus &#252;berzeugen muss, um endlich damit zu beginnen die Machtverh&#228;ltnisse in Deutschland in einem ersten Schritt auf den Kopf zu stellen
und die zwangsweise Ausbeutung durch die Lohnarbeit zu beenden.

Seit Jahren werden in Deutschland im Jahr insgesamt ca. 46 Milliarden Erwerbsarbeitsstunden geleistet und diese Erwerbsarbeit m&#252;sste sich eigentlich, wenn man wirklich von einer sozialen Verteilungsgerechtigkeit ausgeht, auf ziemlich genau 44 Millionen Menschen im erwerbsf&#228;higen Alter verteilen. W&#252;rde man dieser Anforderung folgen, w&#252;rde sich die Arbeit dadurch auf einen 4 Stundenarbeitstag reduzieren und zwar f&#252;r jeden Arbeitnehmer. Alle diesen Arbeitnehmern h&#228;tte dann w&#252;rde man solidarisch verteilen z. B. in 2008 ein Gesamtnettolohn von 1.680 Milliarden Euro zugestanden.
Das w&#228;re ein Netto-Jahreseinkommen f&#252;r den einzelnen Arbeitnehmer von 38.181 Euro im Jahr oder 3181, 75 Euro Netto im Monat.

Ganz genau kann man das hier nachlesen:

www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/VerdiensteArbeitskosten/VerdiensteArbeitskosten.psml

K&#252;rzlich konnte man in den Medien die Angaben zu den &quot;Sozialausgaben&quot; nachverfolgen. Hier spach man seitens der Berichterstatter von 750 Milliarden Euro &quot;Sozialausgaben&quot; im Jahr.
Offensichtlich verga&#223; man hierzu aber zu erw&#228;hnen, dass es sich bei den Angaben zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung in Wirlichkeit um die angesparten bzw. eingesetzten L&#246;hne der Arbeitnehmer handelt, die die Arbeitgeber f&#228;lschlicher Weise oft auch als Lohnnebenkosten bezeichnen.
Lediglich die steuerfinanzierten Leistungen d&#252;rfte man somit als Sozialleistungen bezeichnen.

Nun ist es leider aber bei uns in Deutschland nicht so, dass die Lohnarbeit auch wirklich gerecht auf alle Menschen, die Lohnarbeit verrichten wollen, auch gerecht verteilt wird, sondern ein gro&#223;er Teil der erwerbsf&#228;higen und erwerbswilligen Menschen wird von der Lohnarbeit abgekoppelt um hierdurch einerseits die Profite der Unternehmer zu steigern und andererseits einer 2 Drittel-Gesellschaft den bisherigen Lebensstandart zu sichern. Und an dieser Besitzstandswahrung beteiligen sich logischer Weise auch Menschen, die vielleicht manchmal auch nur vorgeben auf der Seite der Erwerbslosen oder der anderen finanziell benachteiligten Menschen zu stehen.

Doch w&#228;re das wirklich der Fall, so m&#252;ssten alle diese Menschen letztendlich einsehen, dass eine Gesellschaft, alle gemeinsam nur das einnehmen und ausgeben kann, was gemeinsam durch die Lohnarbeit dieser Gesellschaft auch im Verlaufe eines Jahres erwirtschaftet wird. Vergleicht man das mit einem Landwirt, so kann doch auch nur das verbraucht werden, was innerhalb eines Jahres geerntet wird.
Und f&#252;r beide F&#228;lle gilt doch auch, dass man nur das Ansparen kann, was von einer &quot;guten Ernte&quot; vielleicht der Fall ist. Aber w&#228;hrend man von einer Ernte eines Landwirtes eines Jahres vielleicht &#252;ber ein Jahr hinaus leben k&#246;nnte d&#252;rfte das mit einer angesparten Geldleistung kaum m&#246;glich sein. Denn wohl jeder kennt ja das Zitat: &quot;Geld kann man nicht essen!&quot; &#220;brigens auch das nicht, was es nach einer eventuellen Mi&#223;ernte zu verteilen oder zu erwerben gibt.

Und aus den oben geschilderten Gr&#252;nden muss man nun einfach in diesem Staat damit beginnen, die Abkopplung der erwerbsf&#228;higen und erwerbswilligen Menschen von der Erwerbsarbeit zu beenden, den Menschen, die sich nicht an einer Erwerbsarbeit beteiligen wollen und stattdessen sich lieber an den mannigfachen Aufgaben in einem Haushalt oder zur Kinderbetreung oder anderer Weise besch&#228;ftigen m&#246;chten oder vielleicht auch gar nicht, sollte man dieses auch freistellen. Denn die Freiheit des Einzelnen darf doch niemals von seiner Lohnarbeitswilligkeit abh&#228;ngig gemacht werden.
Und auch die Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland scheint diesbez&#252;glich schon wesentlich weiter zu sein, als die Regierung, das Parlament, die Arbeitnehmer-und Arbeitgebervertretungen.
Denn hier wird in der Entsch&#228;digungsverordnung zur Wahrnehmung von Terminen den Hausm&#228;nnern und Hausfrauen eine Entsch&#228;digung von 12 Euro die Stunde f&#252;r einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden am Tag gew&#228;hrt.

Alle diese Gr&#252;nde sprechen in meinen Augen unbedingt daf&#252;r, ein linkes bedingungsloses Grundeinkommen +Mindestlohn + radikaler Erwerbsarbeitszeitverk&#252;rzungen + einer Arbeitskraftabgabe einzuf&#252;hren und m&#246;glichst schnell im Parteiprogramm einer linken Partei aufzunehmen und auch einen Gesetzentwurf hierf&#252;r zu entwickeln.

Denn die b&#252;rgerlichen Grundsicherungsmodelle, ausschlie&#223;lich &#252;ber die Verbrauchssteuern finanziert und vielleicht von vornherein zu niedrig angesetzt d&#252;rften genau die gegenteiligen Effekte f&#252;r die Menschen haben und wirklich immer niedrigere L&#246;hne nach sich ziehen.

Das kann und darf aber nicht der Sinn und Zweck eines linken BGE werden!

Ich selbst halte &#252;brigens ein einheitliches individuelles BGE in H&#246;he der Pf&#228;ndungsfreigrenze f&#252;r am Sinnvollsten, vom S&#228;ugling bis zum Greis, sollte jeder in Deutschland lebende Mensch einen Anspruch von ungef&#228;hr 1000 Euro im Monat bekommen. Und erst hiernach sollte die Besteuerung von zus&#228;tzlichem Einkommen in der dann erforderlichen H&#246;he beginnen.

Viele Menschen w&#252;rden durch ein linkes BGE ausschlie&#223;lich gewinnen wie zum Beispiel:

Auszubildende/Sch&#252;lerInnen

Studierende

400 Euro-JobberInnen

Hausfrauen/Hausm&#228;nner

SoldatInnen/Soldaten (insoweit sie den Job nur des Geldes wegen machen und sich dann vielleicht lieber dem Frieden widmen)

Erwerbslose, kranke und behinderte Menschen

und vielleicht noch viele andere Personengruppen die mir vielleicht gerade nicht mehr einfallen.

Und abschlie&#223;end m&#246;chte ich noch darauf hinweisen, dass gerade ein BGE ein wirklicher Beitrag zum B&#252;rokratieabbau w&#228;re, viele unterschiedliche Kassen w&#252;rden nicht mehr ben&#246;tigt werden und die dort besch&#228;ftigten Menschen k&#246;nnten stattdessen mit sinnvolleren Aufgaben versehen werden als an einem oder mehreren b&#252;rokratischen Monstern mitzuwirken.

Abschlie&#223;end m&#246;chte ich noch mitteilen, dass in meinen Augen eine Gesellschaft nur dann eine wirkliche Zukunft hat, wenn sie die Arbeit und zwar die Lohnarbeit/Erwerbsarbeit und die Arbeit f&#252;r eine erfolgreiche Reproduktion wie Hausarbeit, Sorge, Erziehung, Pflege usw. gleichberechtigt w&#252;rdigt und zumindest in H&#246;he eines BGE angemessen und der Menschenw&#252;rde entsprechend f&#252;r alle Menschen gleicher Ma&#223;en w&#252;rdigt.

Durch Resignation und Depression in gro&#223;en Teilen der Bev&#246;lkerung wird man niemals eine wirkliche gute Zukunft f&#252;r eine Gesellschaft gewinnen.

Darum, f&#252;r ein sch&#246;nes Leben! F&#252;r das Bedingungslose Grundeinkommen f&#252;r alle Menschen und zwar so schnell wie m&#246;glich!


Hans-Dieter Wege, Oldenburg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sch&#246;nes Leben f&#252;r alle Menschen als neue soziale Idee!</p>
<p>(Aus der Sichtweise eines Arbeiters und f&#252;nffachen Familienvaters nach 38 Jahren Erwerbsarbeit)</p>
<p>Von Hans-Dieter Wege</p>
<p>Im Jahre 2004 h&#246;rte ich zum ersten Mal von der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommen. Mir ging es damals genauso, wie ganz bestimmt auch heute noch sehr vielen Menschen hier in Deutschland, auch meine erster Gedanke war, dann geht doch niemand mehr arbeiten. Auch zu einer Abstimmung zu diesem Thema stimmte ich dann gegen das BGE und f&#252;r eine sanktions-und repressionsfreie Grundsicherung.<br />
F&#252;r das so oftmals bezeichnete Recht auf Faulheit wollte ich auf gar keinen Fall meine Stimme geben. Ich muss aber auch ganz ehrlich dazu sagen, dass ich mich erst seit 2004, mit dem Beginn der Montagsdemonstrationen &#252;berhaupt mit dem Thema Politik befasse und das es mir auch &#252;berwiegend auf den Protest gegen dieses asoziale Hartz IV-Gesetz ankommt, mit dem Ziel dieses auch helfen abzuschaffen.</p>
<p>Zwangsl&#228;ufig musste ich mich daher aber auch mit den Themen Kapitalismus, Kommunismus und Sozialismus besch&#228;ftigen. Da ich zwischenzeitlich zu der Meinung gekommen bin, dass die Z&#228;hmung des Kapitals auf der Erde, also der &#034;Widerspenstigen Z&#228;hmung&#034;, allein aufgrund des Zwanges der Unternehmen Profite zu machen unm&#246;glich sein d&#252;rfte. Und genau dieser Zwang d&#252;rfte auch urs&#228;chlich daf&#252;r verantwortlich sein, dass man seitens der Unternehmer versucht durch immer weitere K&#252;rzungen der Kosten f&#252;r die Lohnarbeit immer h&#246;here Profite zu erwirtschaften und gleichzeitig aber auch Kunkurrenten wirksam zu bek&#228;mpfen, indem man sie ausschaltet um sie anschlie&#223;end vielleicht sogar &#252;bernehmen zu k&#246;nnen. Dies Alles setzt in meinen Augen eine Schraube ohne Ende in Gang und muss daher gleichzeitig f&#252;r alle Arbeitnehmer der Grund sein, sich mindestens hiergegen erfolgreich zu wehren bzw. dieses System letztendlich zu &#252;berwinden, da es letztendlich auf der totalen Ausbeutung der Lohnarbeiter hinauslaufen w&#252;rde.</p>
<p>Auch das derzeitige Sozialversicherungssystem, welches ja nach dem 2. Weltkrieg als Teil der so genannten Sozialen Marktwirtschaft sehr gut zu funktionieren schien, wurde von den Unternehmern als Arbeitgeber aufgebrochen und destabilisiert. Dieses Ziel wurde 2005 mit der Einf&#252;hrung der asozialen Zwangsgesetze nach Hartz und dem neu eingef&#252;hrten System des Fordern und F&#246;rderns gekr&#246;nt und seit dem nennt sich Deutschland paradoxerweise einen vorsorgenden Sozialstaat.<br />
Viele Renten-, Kranken-, und Arbeitslosenversicherte bekamen hierdurch ganz schnell zu sp&#252;ren, was das Sozialversicherungssystem in Deutschland f&#252;r sie als Betroffene wirklich noch wert ist.</p>
<p>Weitere Gr&#252;nde kann man hier nachlesen:</p>
<p>Der Bund der Pflegeversicherten informiert: Mehrwertsteuer frisst Rente</p>
<p><a href="http://www.scharf-links.de/41.0.html">http://www.scharf-links.de/41.0.html</a> (bitte vollst&#228;ndigen Link einkopieren)</p>
<p>Aus den oben geschilderten Gr&#252;nden und da ich mich selbst zwischenzeitlich zu einem Bedingungslosen Grundeinkommen sehr ausf&#252;hrlich informierte, bin ich heute der Meinung, dass man die Menschen f&#252;r dieses Grundeinkommen und zwar f&#252;r das Linke + Mindestlohn + radikaler Erwerbsarbeitszeitverk&#252;rzungen + Arbeitskraftabgabe (Arbeitskraftabgabe meiner Meinung nach) in H&#246;he des jeweiligen Mindestlohnstundenlohnes als einen ersten Schritt hin zu einem freiheitlich internationalen demokratischen Sozialismus &#252;berzeugen muss, um endlich damit zu beginnen die Machtverh&#228;ltnisse in Deutschland in einem ersten Schritt auf den Kopf zu stellen<br />
und die zwangsweise Ausbeutung durch die Lohnarbeit zu beenden.</p>
<p>Seit Jahren werden in Deutschland im Jahr insgesamt ca. 46 Milliarden Erwerbsarbeitsstunden geleistet und diese Erwerbsarbeit m&#252;sste sich eigentlich, wenn man wirklich von einer sozialen Verteilungsgerechtigkeit ausgeht, auf ziemlich genau 44 Millionen Menschen im erwerbsf&#228;higen Alter verteilen. W&#252;rde man dieser Anforderung folgen, w&#252;rde sich die Arbeit dadurch auf einen 4 Stundenarbeitstag reduzieren und zwar f&#252;r jeden Arbeitnehmer. Alle diesen Arbeitnehmern h&#228;tte dann w&#252;rde man solidarisch verteilen z. B. in 2008 ein Gesamtnettolohn von 1.680 Milliarden Euro zugestanden.<br />
Das w&#228;re ein Netto-Jahreseinkommen f&#252;r den einzelnen Arbeitnehmer von 38.181 Euro im Jahr oder 3181, 75 Euro Netto im Monat.</p>
<p>Ganz genau kann man das hier nachlesen:</p>
<p><a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/VerdiensteArbeitskosten/VerdiensteArbeitskosten.psml">http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/VerdiensteArbeitskosten/VerdiensteArbeitskosten.psml</a></p>
<p>K&#252;rzlich konnte man in den Medien die Angaben zu den &#034;Sozialausgaben&#034; nachverfolgen. Hier spach man seitens der Berichterstatter von 750 Milliarden Euro &#034;Sozialausgaben&#034; im Jahr.<br />
Offensichtlich verga&#223; man hierzu aber zu erw&#228;hnen, dass es sich bei den Angaben zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung in Wirlichkeit um die angesparten bzw. eingesetzten L&#246;hne der Arbeitnehmer handelt, die die Arbeitgeber f&#228;lschlicher Weise oft auch als Lohnnebenkosten bezeichnen.<br />
Lediglich die steuerfinanzierten Leistungen d&#252;rfte man somit als Sozialleistungen bezeichnen.</p>
<p>Nun ist es leider aber bei uns in Deutschland nicht so, dass die Lohnarbeit auch wirklich gerecht auf alle Menschen, die Lohnarbeit verrichten wollen, auch gerecht verteilt wird, sondern ein gro&#223;er Teil der erwerbsf&#228;higen und erwerbswilligen Menschen wird von der Lohnarbeit abgekoppelt um hierdurch einerseits die Profite der Unternehmer zu steigern und andererseits einer 2 Drittel-Gesellschaft den bisherigen Lebensstandart zu sichern. Und an dieser Besitzstandswahrung beteiligen sich logischer Weise auch Menschen, die vielleicht manchmal auch nur vorgeben auf der Seite der Erwerbslosen oder der anderen finanziell benachteiligten Menschen zu stehen.</p>
<p>Doch w&#228;re das wirklich der Fall, so m&#252;ssten alle diese Menschen letztendlich einsehen, dass eine Gesellschaft, alle gemeinsam nur das einnehmen und ausgeben kann, was gemeinsam durch die Lohnarbeit dieser Gesellschaft auch im Verlaufe eines Jahres erwirtschaftet wird. Vergleicht man das mit einem Landwirt, so kann doch auch nur das verbraucht werden, was innerhalb eines Jahres geerntet wird.<br />
Und f&#252;r beide F&#228;lle gilt doch auch, dass man nur das Ansparen kann, was von einer &#034;guten Ernte&#034; vielleicht der Fall ist. Aber w&#228;hrend man von einer Ernte eines Landwirtes eines Jahres vielleicht &#252;ber ein Jahr hinaus leben k&#246;nnte d&#252;rfte das mit einer angesparten Geldleistung kaum m&#246;glich sein. Denn wohl jeder kennt ja das Zitat: &#034;Geld kann man nicht essen!&#034; &#220;brigens auch das nicht, was es nach einer eventuellen Mi&#223;ernte zu verteilen oder zu erwerben gibt.</p>
<p>Und aus den oben geschilderten Gr&#252;nden muss man nun einfach in diesem Staat damit beginnen, die Abkopplung der erwerbsf&#228;higen und erwerbswilligen Menschen von der Erwerbsarbeit zu beenden, den Menschen, die sich nicht an einer Erwerbsarbeit beteiligen wollen und stattdessen sich lieber an den mannigfachen Aufgaben in einem Haushalt oder zur Kinderbetreung oder anderer Weise besch&#228;ftigen m&#246;chten oder vielleicht auch gar nicht, sollte man dieses auch freistellen. Denn die Freiheit des Einzelnen darf doch niemals von seiner Lohnarbeitswilligkeit abh&#228;ngig gemacht werden.<br />
Und auch die Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland scheint diesbez&#252;glich schon wesentlich weiter zu sein, als die Regierung, das Parlament, die Arbeitnehmer-und Arbeitgebervertretungen.<br />
Denn hier wird in der Entsch&#228;digungsverordnung zur Wahrnehmung von Terminen den Hausm&#228;nnern und Hausfrauen eine Entsch&#228;digung von 12 Euro die Stunde f&#252;r einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden am Tag gew&#228;hrt.</p>
<p>Alle diese Gr&#252;nde sprechen in meinen Augen unbedingt daf&#252;r, ein linkes bedingungsloses Grundeinkommen +Mindestlohn + radikaler Erwerbsarbeitszeitverk&#252;rzungen + einer Arbeitskraftabgabe einzuf&#252;hren und m&#246;glichst schnell im Parteiprogramm einer linken Partei aufzunehmen und auch einen Gesetzentwurf hierf&#252;r zu entwickeln.</p>
<p>Denn die b&#252;rgerlichen Grundsicherungsmodelle, ausschlie&#223;lich &#252;ber die Verbrauchssteuern finanziert und vielleicht von vornherein zu niedrig angesetzt d&#252;rften genau die gegenteiligen Effekte f&#252;r die Menschen haben und wirklich immer niedrigere L&#246;hne nach sich ziehen.</p>
<p>Das kann und darf aber nicht der Sinn und Zweck eines linken BGE werden!</p>
<p>Ich selbst halte &#252;brigens ein einheitliches individuelles BGE in H&#246;he der Pf&#228;ndungsfreigrenze f&#252;r am Sinnvollsten, vom S&#228;ugling bis zum Greis, sollte jeder in Deutschland lebende Mensch einen Anspruch von ungef&#228;hr 1000 Euro im Monat bekommen. Und erst hiernach sollte die Besteuerung von zus&#228;tzlichem Einkommen in der dann erforderlichen H&#246;he beginnen.</p>
<p>Viele Menschen w&#252;rden durch ein linkes BGE ausschlie&#223;lich gewinnen wie zum Beispiel:</p>
<p>Auszubildende/Sch&#252;lerInnen</p>
<p>Studierende</p>
<p>400 Euro-JobberInnen</p>
<p>Hausfrauen/Hausm&#228;nner</p>
<p>SoldatInnen/Soldaten (insoweit sie den Job nur des Geldes wegen machen und sich dann vielleicht lieber dem Frieden widmen)</p>
<p>Erwerbslose, kranke und behinderte Menschen</p>
<p>und vielleicht noch viele andere Personengruppen die mir vielleicht gerade nicht mehr einfallen.</p>
<p>Und abschlie&#223;end m&#246;chte ich noch darauf hinweisen, dass gerade ein BGE ein wirklicher Beitrag zum B&#252;rokratieabbau w&#228;re, viele unterschiedliche Kassen w&#252;rden nicht mehr ben&#246;tigt werden und die dort besch&#228;ftigten Menschen k&#246;nnten stattdessen mit sinnvolleren Aufgaben versehen werden als an einem oder mehreren b&#252;rokratischen Monstern mitzuwirken.</p>
<p>Abschlie&#223;end m&#246;chte ich noch mitteilen, dass in meinen Augen eine Gesellschaft nur dann eine wirkliche Zukunft hat, wenn sie die Arbeit und zwar die Lohnarbeit/Erwerbsarbeit und die Arbeit f&#252;r eine erfolgreiche Reproduktion wie Hausarbeit, Sorge, Erziehung, Pflege usw. gleichberechtigt w&#252;rdigt und zumindest in H&#246;he eines BGE angemessen und der Menschenw&#252;rde entsprechend f&#252;r alle Menschen gleicher Ma&#223;en w&#252;rdigt.</p>
<p>Durch Resignation und Depression in gro&#223;en Teilen der Bev&#246;lkerung wird man niemals eine wirkliche gute Zukunft f&#252;r eine Gesellschaft gewinnen.</p>
<p>Darum, f&#252;r ein sch&#246;nes Leben! F&#252;r das Bedingungslose Grundeinkommen f&#252;r alle Menschen und zwar so schnell wie m&#246;glich!</p>
<p>Hans-Dieter Wege, Oldenburg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans-Dieter Wege</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-34909</link>
		<dc:creator>Hans-Dieter Wege</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 08:45:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-34909</guid>
		<description>Ehrlichkeit und Bedingungsloses Grundeinkommen!

Wenn in Deutschland seit Jahren ca. 46 Milliarden Erwerbsarbeitsstunden im Jahr geleistet werden, dann m&#252;&#223;te man um diese Erwerbsarbeit auf alle 44 Millionen Erwerbsf&#228;higen gerecht zu verteilen sofort den 4 Stundentag einf&#252;hren.

F&#252;r eine Vollbesch&#228;ftigung aus heutiger Sicht, w&#252;rde man also die doppelten j&#228;hrlichen Erwerbsarbeitsstunden ben&#246;tigen, n&#228;mlich ca. 90-92 Milliarden Erwerbsarbeitstunden.

Daf&#252;r m&#252;&#223;te man dann wohl sehr viel weiteren unn&#252;tzen Kram produzieren, den eigentlich dann niemand mehr brauchen w&#252;rde und dieses dann auch noch ausschlie&#223;lich auf Kosten der Umwelt.

Freundliche Gr&#252;&#223;e aus Oldenburg

Hans-Dieter Wege, Gegner asozialer Politik</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ehrlichkeit und Bedingungsloses Grundeinkommen!</p>
<p>Wenn in Deutschland seit Jahren ca. 46 Milliarden Erwerbsarbeitsstunden im Jahr geleistet werden, dann m&#252;&#223;te man um diese Erwerbsarbeit auf alle 44 Millionen Erwerbsf&#228;higen gerecht zu verteilen sofort den 4 Stundentag einf&#252;hren.</p>
<p>F&#252;r eine Vollbesch&#228;ftigung aus heutiger Sicht, w&#252;rde man also die doppelten j&#228;hrlichen Erwerbsarbeitsstunden ben&#246;tigen, n&#228;mlich ca. 90-92 Milliarden Erwerbsarbeitstunden.</p>
<p>Daf&#252;r m&#252;&#223;te man dann wohl sehr viel weiteren unn&#252;tzen Kram produzieren, den eigentlich dann niemand mehr brauchen w&#252;rde und dieses dann auch noch ausschlie&#223;lich auf Kosten der Umwelt.</p>
<p>Freundliche Gr&#252;&#223;e aus Oldenburg</p>
<p>Hans-Dieter Wege, Gegner asozialer Politik</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Madoc</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30834</link>
		<dc:creator>Madoc</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 13:42:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30834</guid>
		<description>@&lt;a href=&quot;#comment-30833&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;apo&lt;/a&gt;: 
&lt;blockquote&gt;Aber es gibt eine Tatsache, die man wohl kaum leugnen kann- bei Wirtschaft, Lobbys (oder Lobbies?) und Politikern geht es doch im Grunde nur um ein paar sehr einfache Dinge.
Geld, Macht und die Vermehrung desselbigen.
Unser System nennt man n&#228;mlich Kapitalismus.
Da gehts um Kapital, wie der Name schon sagt.&lt;/blockquote&gt;
Ich kann aus dieser Aussage von Dir nichts machen. Der Name des Wirtschaftssystems ist keine neue Information f&#252;r mich. Und um&#039;s Kapital geht es bei vielen Systemen, nicht nur beim Kapitalismus. Viel bedeutsamer f&#252;r unsere Wirtschaft finde ich, dass wir eine Marktwirtschaft haben. Abgesehen davon h&#228;ttest Du auch schreiben k&#246;nnen: &quot;Unser System heisst Demokratie. Da geht es ums Volk, wie der Name schon sagt.&quot; - Das w&#228;re ein genau so gutes &quot;Argument&quot; gewesen.

Du unterstellst pauschal allen Leuten, die bei uns in Wirtschaft, Lobbies und Politik arbeiten, es gehe ihnen &lt;i&gt;nur&lt;/i&gt; um &quot;Geld, Macht und Vermehrung desselbigen&quot;. Als Begr&#252;ndung f&#252;r diese meiner Ansicht nach haarstr&#228;ubende Behauptung lieferst Du keine stichhaltigen Argumente und Belege, sondern - ich sag mal - Stammtischparolen.

Ich kenne die S&#246;hne eines hochrangigen Landespolitikers, der auch mal auf Bundesebene aktiv war. &#220;ber die S&#246;hne habe ich ihn selbst kennen gelernt. Aus pers&#246;nlicher Erfahrung kann ich auf keinen Fall best&#228;tigen, dass es ihm nur um &quot;Geld, Macht und Vermehrung desselbigen&quot; gehe. Auch in dem weiteren politischen Umfeld, soweit ich es kennen gelernt habe, best&#228;tigt sich Deine Behauptung in meiner Sichtweise nicht. Damit kann ich die Behauptung, allen Politikern gehe es ausschlie&#223;lich um &quot;Geld, Macht und Vermehrung desselbigen&quot;, f&#252;r mich schon mal als falsch zur&#252;ckweisen. Deckt sich nicht mit meiner pers&#246;nlichen Erfahrung. (Dasselbe gilt f&#252;r die Wirtschaft - ich kenne einen B&#228;nker.)

Die Idee, dass wir von Machtbesessenen regiert werden, die uns nur so weit wie m&#246;glich schr&#246;pfen wollen, hat etwas Verlockendes an sich, weil sie das Leben mehr so wie einen Krimi wirken l&#228;sst. Aber die Realit&#228;t ist nun mal nicht so Schwarzwei&#223;. Sie ist differenzierter, und das macht alles so kompliziert.

Wenn Du in Deinem Denken von einem falschen Weltbild ausgehst, wirst Du bei falschen, unrealistischen Konsequenzen ankommen.

Und ich werde den Eindruck nicht los, dass der Begriff &quot;Lobby&quot; f&#252;r Dich auch immer etwas Machtbesessenes, Negatives hat. Nat&#252;rlich gibt es Lobbyisten, die diese stereotypische, b&#246;swillige Arbeit tun. Aber gr&#246;&#223;tenteils ist die Arbeit eines Lobbyisten meiner Meinung nach viel langweiliger. Ich meine, es geht bei den Lobbyisten sehr stark um die B&#252;ndelung von Kommunikation und dergleichen. Ich empfehle auch, vor jeder Versuchung, die Lobbyisten rhetorisch in den Dreck zu ziehen, dreimal an folgendes Wort zu denken: &quot;Umweltlobby&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@<a href="#comment-30833">apo</a>: </p>
<blockquote><p>Aber es gibt eine Tatsache, die man wohl kaum leugnen kann- bei Wirtschaft, Lobbys (oder Lobbies?) und Politikern geht es doch im Grunde nur um ein paar sehr einfache Dinge.<br />
Geld, Macht und die Vermehrung desselbigen.<br />
Unser System nennt man n&#228;mlich Kapitalismus.<br />
Da gehts um Kapital, wie der Name schon sagt.</p></blockquote>
<p>Ich kann aus dieser Aussage von Dir nichts machen. Der Name des Wirtschaftssystems ist keine neue Information f&#252;r mich. Und um&#039;s Kapital geht es bei vielen Systemen, nicht nur beim Kapitalismus. Viel bedeutsamer f&#252;r unsere Wirtschaft finde ich, dass wir eine Marktwirtschaft haben. Abgesehen davon h&#228;ttest Du auch schreiben k&#246;nnen: &#034;Unser System heisst Demokratie. Da geht es ums Volk, wie der Name schon sagt.&#034; &#8211; Das w&#228;re ein genau so gutes &#034;Argument&#034; gewesen.</p>
<p>Du unterstellst pauschal allen Leuten, die bei uns in Wirtschaft, Lobbies und Politik arbeiten, es gehe ihnen <i>nur</i> um &#034;Geld, Macht und Vermehrung desselbigen&#034;. Als Begr&#252;ndung f&#252;r diese meiner Ansicht nach haarstr&#228;ubende Behauptung lieferst Du keine stichhaltigen Argumente und Belege, sondern &#8211; ich sag mal &#8211; Stammtischparolen.</p>
<p>Ich kenne die S&#246;hne eines hochrangigen Landespolitikers, der auch mal auf Bundesebene aktiv war. &#220;ber die S&#246;hne habe ich ihn selbst kennen gelernt. Aus pers&#246;nlicher Erfahrung kann ich auf keinen Fall best&#228;tigen, dass es ihm nur um &#034;Geld, Macht und Vermehrung desselbigen&#034; gehe. Auch in dem weiteren politischen Umfeld, soweit ich es kennen gelernt habe, best&#228;tigt sich Deine Behauptung in meiner Sichtweise nicht. Damit kann ich die Behauptung, allen Politikern gehe es ausschlie&#223;lich um &#034;Geld, Macht und Vermehrung desselbigen&#034;, f&#252;r mich schon mal als falsch zur&#252;ckweisen. Deckt sich nicht mit meiner pers&#246;nlichen Erfahrung. (Dasselbe gilt f&#252;r die Wirtschaft &#8211; ich kenne einen B&#228;nker.)</p>
<p>Die Idee, dass wir von Machtbesessenen regiert werden, die uns nur so weit wie m&#246;glich schr&#246;pfen wollen, hat etwas Verlockendes an sich, weil sie das Leben mehr so wie einen Krimi wirken l&#228;sst. Aber die Realit&#228;t ist nun mal nicht so Schwarzwei&#223;. Sie ist differenzierter, und das macht alles so kompliziert.</p>
<p>Wenn Du in Deinem Denken von einem falschen Weltbild ausgehst, wirst Du bei falschen, unrealistischen Konsequenzen ankommen.</p>
<p>Und ich werde den Eindruck nicht los, dass der Begriff &#034;Lobby&#034; f&#252;r Dich auch immer etwas Machtbesessenes, Negatives hat. Nat&#252;rlich gibt es Lobbyisten, die diese stereotypische, b&#246;swillige Arbeit tun. Aber gr&#246;&#223;tenteils ist die Arbeit eines Lobbyisten meiner Meinung nach viel langweiliger. Ich meine, es geht bei den Lobbyisten sehr stark um die B&#252;ndelung von Kommunikation und dergleichen. Ich empfehle auch, vor jeder Versuchung, die Lobbyisten rhetorisch in den Dreck zu ziehen, dreimal an folgendes Wort zu denken: &#034;Umweltlobby&#034;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: apo</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30833</link>
		<dc:creator>apo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 13:05:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30833</guid>
		<description>@andreas:
der film l&#228;ut leider nicht wirklich bei meiner wundervollen internetverbindung - schade eigentlich.

und - nicht falsch verstehen - nicht ich schrei &quot;Kommunismus&quot;, aber ich geh davon aus, dass es gen&#252;gend Menschen geben wird, die das f&#252;r mich &#252;bernehmen ;-)

@madoc:
Nein, ich stelle keine Verschw&#246;rungstheorien auf. Das ist mir einerseits zu dumm, andererseits kann ichs nicht beweisen. 

Aber es gibt eine Tatsache, die man wohl kaum leugnen kann- bei Wirtschaft, Lobbys (oder Lobbies?) und Politikern geht es doch im Grunde nur um ein paar sehr einfache Dinge. 

Geld, Macht und die Vermehrung desselbigen.

Unser System nennt man n&#228;mlich Kapitalismus. 
Da gehts um Kapital, wie der Name schon sagt.

Und Lobbys umgarnen unsere Politiker auch nicht, weil sie alle so nette Menschen sind und sich alle liebhaben. Hier geht´s um Einfluss. Einfluss auf das politische Geschehen in unserem sch&#246;nen Land. Und dieser Einfluss wird von Menschen auf Menschen ausge&#252;bt, die meines Erachtens keinerlei Bezug mehr zu einer finanziell schlecht gestellten Bev&#246;lkerung haben. 

Wenn man genug Geld hat, ist´s schwer, sich Vorstellen zu k&#246;nnen, wie man mit 350,- im Monat (&#252;ber)leben kann/soll/muss - abgesehen von den Repressalien und der pers&#246;nlichen Dem&#252;tigung, die mit Hartz4 auf einen zukomm(t)en.

@topic:
Wie gesagt, bedingunsloses Grundeinkommen ist eine feine Sache, verhilft vielen Menschen zu mehr Sicherheit, Stabilit&#228;t, weniger Angst vor der Zukunft und macht vielleicht auch mehr Mut, etwas anzufangen.

ABER: Gerade Menschen, die knapp &#252;ber diesem Grundeinkommen verdienen, werden es sich zweimal &#252;berlegen, wirklich noch 160h/Monat zur Arbeit zu gehen, wo sie auch genau so gut zu Hause bleiben und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen k&#246;nnen.

ABER: Was n&#252;tzt das Grundeinkommen, wenn der Euro danach nur noch 30 Cent wert ist? Dann stehen die Leute wieder da wie jetzt - ein bisschen &#252;ber dem Hartz4-Satz vielleicht, aber nicht signifikant. Da kommt mir so der Begriff &quot;Inflation&quot; in den Sinn.

Es ist nat&#252;rlich eine ganz wunderbare Vorstellung, dass f&#252;r jeden von ganz allein gesorgt ist - hat ein bisschen was von StarTrek. (StarTrek ist ein sehr sch&#246;ner Ansatz, wie die Welt funktionieren KANN. Aber so weit sind die Menschen einfach noch nicht, und ich habe ganz gro&#223;e Zweifel, dass wir jemals soweit sein werden. Dazu haben wir einfach viel zu wenige Vulkanier unter uns.)

Ich glaube aber, dass der Gro&#223;teil der Menschen dieses &quot;Geschenk&quot; gar nicht zu w&#252;rdigen wei&#223; - diese Freiheit, die durch das Grundeinkommen geschenkt wird, wird dann vermutlich bei einem Gro&#223;teil durch Playstation, Barbara Salesch und Big Brother ausgef&#252;llt. 

Und ich glaube, egal, was ich f&#252;r Filme sehe, was die Finanzierung angeht, es wird uns ruinieren.

So, wie ich die Sache sehe, m&#252;ssten die L&#246;hne, um Arbeiten attraktiv zu machen, enorm steigen, damit sich &#252;berhaupt noch wer dazu bequemt.

Das mag ja f&#252;r unseren kleinen Kosmos Deutschland auch alles eine ganz tolle Sache sein. Bl&#246;derweise sind wir Exportweltmeister und m&#252;ssen mit L&#228;ndern wie China, Russland oder sonstigen Billigstlohnstaaten konkurrieren. 

Die Globalisierung wird sich einen Dreck um deutsche Animosit&#228;ten wie ein Grundeinkommen f&#252;r jeden scheren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@andreas:<br />
der film l&#228;ut leider nicht wirklich bei meiner wundervollen internetverbindung &#8211; schade eigentlich.</p>
<p>und &#8211; nicht falsch verstehen &#8211; nicht ich schrei &#034;Kommunismus&#034;, aber ich geh davon aus, dass es gen&#252;gend Menschen geben wird, die das f&#252;r mich &#252;bernehmen ;-)</p>
<p>@madoc:<br />
Nein, ich stelle keine Verschw&#246;rungstheorien auf. Das ist mir einerseits zu dumm, andererseits kann ichs nicht beweisen. </p>
<p>Aber es gibt eine Tatsache, die man wohl kaum leugnen kann- bei Wirtschaft, Lobbys (oder Lobbies?) und Politikern geht es doch im Grunde nur um ein paar sehr einfache Dinge. </p>
<p>Geld, Macht und die Vermehrung desselbigen.</p>
<p>Unser System nennt man n&#228;mlich Kapitalismus.<br />
Da gehts um Kapital, wie der Name schon sagt.</p>
<p>Und Lobbys umgarnen unsere Politiker auch nicht, weil sie alle so nette Menschen sind und sich alle liebhaben. Hier geht´s um Einfluss. Einfluss auf das politische Geschehen in unserem sch&#246;nen Land. Und dieser Einfluss wird von Menschen auf Menschen ausge&#252;bt, die meines Erachtens keinerlei Bezug mehr zu einer finanziell schlecht gestellten Bev&#246;lkerung haben. </p>
<p>Wenn man genug Geld hat, ist´s schwer, sich Vorstellen zu k&#246;nnen, wie man mit 350,- im Monat (&#252;ber)leben kann/soll/muss &#8211; abgesehen von den Repressalien und der pers&#246;nlichen Dem&#252;tigung, die mit Hartz4 auf einen zukomm(t)en.</p>
<p>@topic:<br />
Wie gesagt, bedingunsloses Grundeinkommen ist eine feine Sache, verhilft vielen Menschen zu mehr Sicherheit, Stabilit&#228;t, weniger Angst vor der Zukunft und macht vielleicht auch mehr Mut, etwas anzufangen.</p>
<p>ABER: Gerade Menschen, die knapp &#252;ber diesem Grundeinkommen verdienen, werden es sich zweimal &#252;berlegen, wirklich noch 160h/Monat zur Arbeit zu gehen, wo sie auch genau so gut zu Hause bleiben und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen k&#246;nnen.</p>
<p>ABER: Was n&#252;tzt das Grundeinkommen, wenn der Euro danach nur noch 30 Cent wert ist? Dann stehen die Leute wieder da wie jetzt &#8211; ein bisschen &#252;ber dem Hartz4-Satz vielleicht, aber nicht signifikant. Da kommt mir so der Begriff &#034;Inflation&#034; in den Sinn.</p>
<p>Es ist nat&#252;rlich eine ganz wunderbare Vorstellung, dass f&#252;r jeden von ganz allein gesorgt ist &#8211; hat ein bisschen was von StarTrek. (StarTrek ist ein sehr sch&#246;ner Ansatz, wie die Welt funktionieren KANN. Aber so weit sind die Menschen einfach noch nicht, und ich habe ganz gro&#223;e Zweifel, dass wir jemals soweit sein werden. Dazu haben wir einfach viel zu wenige Vulkanier unter uns.)</p>
<p>Ich glaube aber, dass der Gro&#223;teil der Menschen dieses &#034;Geschenk&#034; gar nicht zu w&#252;rdigen wei&#223; &#8211; diese Freiheit, die durch das Grundeinkommen geschenkt wird, wird dann vermutlich bei einem Gro&#223;teil durch Playstation, Barbara Salesch und Big Brother ausgef&#252;llt. </p>
<p>Und ich glaube, egal, was ich f&#252;r Filme sehe, was die Finanzierung angeht, es wird uns ruinieren.</p>
<p>So, wie ich die Sache sehe, m&#252;ssten die L&#246;hne, um Arbeiten attraktiv zu machen, enorm steigen, damit sich &#252;berhaupt noch wer dazu bequemt.</p>
<p>Das mag ja f&#252;r unseren kleinen Kosmos Deutschland auch alles eine ganz tolle Sache sein. Bl&#246;derweise sind wir Exportweltmeister und m&#252;ssen mit L&#228;ndern wie China, Russland oder sonstigen Billigstlohnstaaten konkurrieren. </p>
<p>Die Globalisierung wird sich einen Dreck um deutsche Animosit&#228;ten wie ein Grundeinkommen f&#252;r jeden scheren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Madoc</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30822</link>
		<dc:creator>Madoc</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 09:32:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30822</guid>
		<description>@&lt;a href=&quot;#comment-30816&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Andreas&lt;/a&gt;:

&lt;blockquote&gt;Es gibt einige, denen die Grundeinkommen auch nicht hilft. Und? Sollen alle anderen positiven Effekte deshalb wegfallen?&lt;/blockquote&gt;

Okay, ich habe mich absichtlich provokant ausgedr&#252;ckt. Ich habe nichts gegen das Grundeinkommen. Das w&#228;re vermutlich sogar eine ganz gute Idee. Aber ich fand es schon recht unrealistisch, dies einerseits als Heilmittel f&#252;r die Armut anzusehen, und dass andererseits in der Diskussion diese &quot;Verschw&#246;rungstheorien&quot; aufgetaucht sind.

Grunds&#228;tzlich w&#252;rde ich spekulieren, dass es nach Einf&#252;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens den &#196;rmsten noch schlechter geht. Damit meine ich die, die zu unf&#228;hig/faul/depressiv/doof/belastet sind, um den Antrag auszuf&#252;llen oder ordnungsgem&#228;&#223;e Dokumente vorzuzeigen. Es w&#228;re ganz sch&#246;n, das vorher anzudenken.

Aber grunds&#228;tzlich mag ich die Idee, den Leuten mehr Verantwortung f&#252;r ihr eigenes Leben in die Hand zu dr&#252;cken. Das w&#228;re in meinen Augen genau das Richtige.

&lt;blockquote&gt;[...]
Menschen, die etwas ver&#228;ndert haben, habe ich nie als einen von Nebenan empfunden. Immer hatte ich den Eindruck, es sind ganz besondere Menschen, die etwas leisten, was einfach nicht jeder kann.&lt;/blockquote&gt;

Zustimmung. Da war meine Aussage zu &#252;berzogen. Nat&#252;rlich sind Diskussionen generell gut und sinnvoll.

&lt;blockquote&gt;Ganz schlimm finde ich aber: &quot;Und so ist es nunmal leider bei allen tollen Dingen: Sie kosten Arbeit.&quot; Dein Satz l&#228;&#223;t vermuten, das nur Menschen, die das Tolle pers&#246;nlich erreichen, gut und richtig handeln.&lt;/blockquote&gt;

Zumal mein Satz so auch grob falsch ist. Es gibt eine Menge toller Dinge, die keine Arbeit erfordern.

Ich wollte eigentlich nur aussagen: Der Ruf nach den Politikern ist nicht unbedingt der richtige Ansatz. Wenn es dann wie so oft heisst: &quot;Ja, das ist die perfekte Idee. Ich hab sie vorgebracht, aber die Politiker, ja die! Setzen sie ja nicht um.&quot; - Dann h&#246;re ich dahinter in Klammern: &quot;(Und darum ist es auch okay, dass ich nur meckere und sonst nichts tue.)&quot;

Das klingt f&#252;r mich sehr nach verschwendeter Zeit.

&lt;blockquote&gt;Die Diskussion hier, die Du f&#252;r naiv h&#228;lst, ist genau das, was Du mit &quot;Bildet Banden&quot; vorschl&#228;gst.&lt;/blockquote&gt;

Super, lasst uns eine Bande bilden! Oder gibt es vielleicht schon eine? Einen Verein, an dem man teilnehmen kann?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@<a href="#comment-30816">Andreas</a>:</p>
<blockquote><p>Es gibt einige, denen die Grundeinkommen auch nicht hilft. Und? Sollen alle anderen positiven Effekte deshalb wegfallen?</p></blockquote>
<p>Okay, ich habe mich absichtlich provokant ausgedr&#252;ckt. Ich habe nichts gegen das Grundeinkommen. Das w&#228;re vermutlich sogar eine ganz gute Idee. Aber ich fand es schon recht unrealistisch, dies einerseits als Heilmittel f&#252;r die Armut anzusehen, und dass andererseits in der Diskussion diese &#034;Verschw&#246;rungstheorien&#034; aufgetaucht sind.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich w&#252;rde ich spekulieren, dass es nach Einf&#252;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens den &#196;rmsten noch schlechter geht. Damit meine ich die, die zu unf&#228;hig/faul/depressiv/doof/belastet sind, um den Antrag auszuf&#252;llen oder ordnungsgem&#228;&#223;e Dokumente vorzuzeigen. Es w&#228;re ganz sch&#246;n, das vorher anzudenken.</p>
<p>Aber grunds&#228;tzlich mag ich die Idee, den Leuten mehr Verantwortung f&#252;r ihr eigenes Leben in die Hand zu dr&#252;cken. Das w&#228;re in meinen Augen genau das Richtige.</p>
<blockquote><p>[...]<br />
Menschen, die etwas ver&#228;ndert haben, habe ich nie als einen von Nebenan empfunden. Immer hatte ich den Eindruck, es sind ganz besondere Menschen, die etwas leisten, was einfach nicht jeder kann.</p></blockquote>
<p>Zustimmung. Da war meine Aussage zu &#252;berzogen. Nat&#252;rlich sind Diskussionen generell gut und sinnvoll.</p>
<blockquote><p>Ganz schlimm finde ich aber: &#034;Und so ist es nunmal leider bei allen tollen Dingen: Sie kosten Arbeit.&#034; Dein Satz l&#228;&#223;t vermuten, das nur Menschen, die das Tolle pers&#246;nlich erreichen, gut und richtig handeln.</p></blockquote>
<p>Zumal mein Satz so auch grob falsch ist. Es gibt eine Menge toller Dinge, die keine Arbeit erfordern.</p>
<p>Ich wollte eigentlich nur aussagen: Der Ruf nach den Politikern ist nicht unbedingt der richtige Ansatz. Wenn es dann wie so oft heisst: &#034;Ja, das ist die perfekte Idee. Ich hab sie vorgebracht, aber die Politiker, ja die! Setzen sie ja nicht um.&#034; &#8211; Dann h&#246;re ich dahinter in Klammern: &#034;(Und darum ist es auch okay, dass ich nur meckere und sonst nichts tue.)&#034;</p>
<p>Das klingt f&#252;r mich sehr nach verschwendeter Zeit.</p>
<blockquote><p>Die Diskussion hier, die Du f&#252;r naiv h&#228;lst, ist genau das, was Du mit &#034;Bildet Banden&#034; vorschl&#228;gst.</p></blockquote>
<p>Super, lasst uns eine Bande bilden! Oder gibt es vielleicht schon eine? Einen Verein, an dem man teilnehmen kann?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30816</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 21:59:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30816</guid>
		<description>Ich finde, Du behandelst das Thema unangemessen.

Es gibt einige, denen die Grundeinkommen auch nicht hilft. Und? Sollen alle anderen positiven Effekte deshalb wegfallen?

Es gibt keine allumfassende Verschw&#246;rung. Getrieben wird ein gewisse Entwicklung allerdings von Lobbyisten, die bis in die Politik und die Medien vorgedrungen sind. Daraus ist ein System entstanden, was sich selbst erhalten kann.

Den Ansatz, das Geld selbst zu verteilen, finde ich sehr uneffektiv. Nur weil jemand gut in seinem Fach ist und deshlab gut verdient, oder sei es auch nur, weil er Gl&#252;ck hatte, eine bestimmte Position zu erreichen, hei&#223;t das nicht, das er ebenso eine Partei oder andere Organisation gr&#252;nden und zum Erfolg f&#252;hren kann. Und wenn er seine Zeit dessen widmet, kann er in der Regel auch nicht mehr sein Geld verdienen. Menschen, die etwas ver&#228;ndert haben, habe ich nie als einen von Nebenan empfunden. Immer hatte ich den Eindruck, es sind ganz besondere Menschen, die etwas leisten, was einfach nicht jeder kann.

Das, was Du hier als falschen Ansatz abtust, die Diskussion, ist der Ursprung von dem, was Du eigentlich erwartest. N&#228;mlich, das jemand etwas selbst unternimmt. Ich hoffe auf eine oder mehrere dieser besonderen Menschen und kann nur meine Unterst&#252;tzung anbieten. Mehr kann ich nicht leisten und mu&#223; mich auch nicht daf&#252;r sch&#228;men.

Ganz schlimm finde ich aber: &quot;Und so ist es nunmal leider bei allen tollen Dingen: Sie kosten Arbeit.&quot; Dein Satz l&#228;&#223;t vermuten, das nur Menschen, die das Tolle pers&#246;nlich erreichen, gut und richtig handeln. Der Handwerker, der f&#252;r mich ein Zimmer toll herrichtet, ist denmach gut. Was ist dann mit mir als Auftraggeber des Handwerkers? Was ist geleistet habe, um das Geld f&#252;r seine Bezahlung zu verdienen, wird dabei &#252;berhaupt nicht gewertet. Wir sind eine Gemeinschaft mir einer Aufgabenteilung. Verschiedene Menschen machen verschiedene Dinge und tauschen. Solch eine pauschale Einteilung finde ich sehr &#252;berfl&#252;ssig.

Die Diskussion hier, die Du f&#252;r naiv h&#228;lst, ist genau das, was Du mit &quot;Bildet Banden&quot; vorschl&#228;gst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde, Du behandelst das Thema unangemessen.</p>
<p>Es gibt einige, denen die Grundeinkommen auch nicht hilft. Und? Sollen alle anderen positiven Effekte deshalb wegfallen?</p>
<p>Es gibt keine allumfassende Verschw&#246;rung. Getrieben wird ein gewisse Entwicklung allerdings von Lobbyisten, die bis in die Politik und die Medien vorgedrungen sind. Daraus ist ein System entstanden, was sich selbst erhalten kann.</p>
<p>Den Ansatz, das Geld selbst zu verteilen, finde ich sehr uneffektiv. Nur weil jemand gut in seinem Fach ist und deshlab gut verdient, oder sei es auch nur, weil er Gl&#252;ck hatte, eine bestimmte Position zu erreichen, hei&#223;t das nicht, das er ebenso eine Partei oder andere Organisation gr&#252;nden und zum Erfolg f&#252;hren kann. Und wenn er seine Zeit dessen widmet, kann er in der Regel auch nicht mehr sein Geld verdienen. Menschen, die etwas ver&#228;ndert haben, habe ich nie als einen von Nebenan empfunden. Immer hatte ich den Eindruck, es sind ganz besondere Menschen, die etwas leisten, was einfach nicht jeder kann.</p>
<p>Das, was Du hier als falschen Ansatz abtust, die Diskussion, ist der Ursprung von dem, was Du eigentlich erwartest. N&#228;mlich, das jemand etwas selbst unternimmt. Ich hoffe auf eine oder mehrere dieser besonderen Menschen und kann nur meine Unterst&#252;tzung anbieten. Mehr kann ich nicht leisten und mu&#223; mich auch nicht daf&#252;r sch&#228;men.</p>
<p>Ganz schlimm finde ich aber: &#034;Und so ist es nunmal leider bei allen tollen Dingen: Sie kosten Arbeit.&#034; Dein Satz l&#228;&#223;t vermuten, das nur Menschen, die das Tolle pers&#246;nlich erreichen, gut und richtig handeln. Der Handwerker, der f&#252;r mich ein Zimmer toll herrichtet, ist denmach gut. Was ist dann mit mir als Auftraggeber des Handwerkers? Was ist geleistet habe, um das Geld f&#252;r seine Bezahlung zu verdienen, wird dabei &#252;berhaupt nicht gewertet. Wir sind eine Gemeinschaft mir einer Aufgabenteilung. Verschiedene Menschen machen verschiedene Dinge und tauschen. Solch eine pauschale Einteilung finde ich sehr &#252;berfl&#252;ssig.</p>
<p>Die Diskussion hier, die Du f&#252;r naiv h&#228;lst, ist genau das, was Du mit &#034;Bildet Banden&#034; vorschl&#228;gst.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Madoc</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30810</link>
		<dc:creator>Madoc</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 14:31:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30810</guid>
		<description>Laut Gapminder ist die &quot;schlimme&quot; Armut tats&#228;chlich r&#252;ckl&#228;ufig - weltweit. Trotzdem kommt es mir so vor, als sei es (zumindest hier bei uns in Deutschland) immer noch in Mode, das Immer-&#196;rmer-Werden der &#196;rmsten zu beklagen.

Obwohl ich zwar der These nicht zustimme, die &#196;rmsten w&#252;rden immer &#228;rmer werden, finde ich, dass am Klagen an sich etwas dran ist. Es gibt schlie&#223;lich immer noch zu viel Armut, auch wenn dieses Problem zur Zeit - meiner Meinung nach - immer weniger schlimm wird. Aber das ist die globale Sichtweise. In dieser Diskussion hier scheint es in erster Linie um Deutschland zu gehen. Und ich glaube durchaus, dass Deutschland zur Zeit eine (wenn auch seichte) wirtschaftliche Talfahrt erlebt. Obwohl es Jahr f&#252;r Jahr immer weniger Obdachlose gibt, und auch die Anzahl der Verurteilungen wegen K&#246;rperverletzung r&#252;ckl&#228;ufig ist.

Es gibt sie aber immer noch in Deutschland, die Obdachlosen, die &quot;gescheiterten Existenzen&quot; und die zukunftslosen Jugendlichen. Ich glaube nicht, dass diesen Leuten allein durch das Ausstatten mit Geld geholfen w&#228;re. Jeder Obdachlose hat die M&#246;glichkeit, ein Dach &#252;ber dem Kopf zu bekommen. Es gibt Heime; ich kenne auch jemanden, der der in so einer Einrichtung arbeitet.

Diese Leute sind nicht in der Lage, zu einem Amt zu gehen und dort ein Formular auszuf&#252;llen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Grundeinkommen ihnen helfen k&#246;nnte. Diese Leute ben&#246;tigen aktive Hilfe von anderen, besonders daf&#252;r ausgebildeten, Menschen.

Grunds&#228;tzlich gilt &#228;hnliches f&#252;r andere von der Armut betroffene Gruppen. Leider ist es ein Denkfehler, &quot;Armut&quot; mit &quot;wenig Geld&quot; gleichzusetzen. Im Umkehrschlu&#223; glaubt man dann, den Menschen Geld zu geben w&#252;rde sie automatisch weniger arm machen. Das ist aber meiner Meinung nach nicht der Fall.

Au&#223;erdem f&#228;llt mir auf, dass in dieser Diskussion wieder einmal gewisse Stereotypen aufkommen - wenn auch nicht so krass wie in anderen Diskussionen, die ich erlebe. Da wird von &quot;den Politikern&quot;, &quot;dem Staat&quot;, &quot;der Wirtschaftslobby&quot; geschrieben, so als seien dies Gruppierungen mit eindeutiger Ausrichtung und planvollem Vorgehen. Direkt so, als w&#252;rden wir von diesen Verschw&#246;rungen b&#246;swilliger Menschen dominiert. &quot;Die Politiker&quot; w&#252;rden niemals ein Grundeinkommen einf&#252;hren, weil &quot;die Wirtschaftslobby&quot; sich dagegen stellen w&#252;rde. Und wenn man dann noch hinzuf&#252;gt, dass die namenlosen Angeh&#246;rigen dieser Gruppen unser Leben diktieren, hat man sich die pauschale Entschuldigung daf&#252;r konstruiert, dass man selbst nichts tut.

Dabei sind wir beileibe nicht auf irgend welche Politiker oder Lobbyisten angewiesen. Ich gehe mal davon aus, dass in diesem Forum auch einige besser Verdienende mitschreiben, und damit meine ich Leute, die mehr verdienen als der Durchschnitt. Diese Menschen sollten sich bewusst sein, dass ein Grundeinkommen f&#252;r alle (oder ein Anheben des Hartz-IV-Satzes, oder vergleichbares) zun&#228;chst mal bedeuten w&#252;rde, dass sie weniger Wert an ihrem eigenen Geld haben. Einfach gesagt: Wenn die unterdurchschnittlichen Verdiener mehr kriegen, dann kriegen die &#252;berdurchschnittlichen Verdiener weniger. Wer bereit ist, dieses Opfer zu bringen, kann es jederzeit freiwillig tun! Man braucht keinen Politiker als Mittelsmann, um sein Geld an andere zu verteilen.

Vielleicht meinen einige jetzt: &quot;Klar, das k&#246;nnte ich tun. Aber wenn ich allein das mache, dann ist das nur ein Tropfen auf den heissen Stein.&quot; - Stimmt. Aber man kann versuchen, andere zu &#252;berzeugen. Jeder kann einen Verein f&#252;r sein Vorhaben gr&#252;nden, oder einen Club oder eine Partei. (&quot;Bildet Banden!&quot;) Wer zu faul daf&#252;r ist, der kann spenden. Es gibt genug Hilfswerke in Deutschland. Oder man besuche das Obdachlosenheim in der N&#228;he, die werden sich &#252;ber eine regelm&#228;&#223;ige monatliche Spende ebenfalls freuen. Einfach zum Heim gehen, Bankverbindung erfragen. Dann zur Bank, ein Dauerauftrag &#252;ber zweihundert Euro monatlich ist schnell eingerichtet. Damit w&#228;re einigen Menschen geholfen. F&#252;nfhundert Euro sind nat&#252;rlich noch besser. Vielleicht sogar *noch* besser w&#228;re es, wenn man sich dort freiwillig zur Unterst&#252;tzung meldet, nat&#252;rlich ohne Aufwandsentsch&#228;digung.

Versteht mich nicht falsch, ich will niemanden zu sowas n&#246;tigen. Und ich kenne auch Gegenargumente gegen meine obigen Beispiele. Und ja, ich wei&#223; auch, dass ich die Sache vereinfacht dargestellt habe. Trotzdem frage ich: Warum tut sowas kaum jemand? Ich denke, es ist derselbe Grund, warum auch kein Politiker Entscheidungen in dieser Richtung anstrebt. Irgendwie repr&#228;sentieren die Politiker in dieser Hinsicht doch die Meinung des Volkes. Politiker zu kritisieren ist okay, aber man sollte sich gleichzeitig auch mal an die eigene Nase fassen. Ganz so machtlos sind wir n&#228;mlich nicht; wir m&#252;ssen nicht die gesamte Verantwortung auf die namenlosen Politiker und Lobbyisten abschieben. Grade dann, wenn wir ihnen die gesamte Verantwortung &#252;bergeben und von uns aus nichts mehr tun, m&#252;ssen sie doch das Ruder &#252;bernehmen. Weil es sonst niemand t&#228;te.

Ich finde diese Denkweise wirklich sehr naiv: &quot;Hey, schau her. Da habe ich einen tollen Aufsatz im Internet gefunden. Das gef&#228;llt mir, das m&#252;sste mal einer machen! Aber ich mache das auf gar keinen Fall selbst. Ich schreibe nur, dass ich das ganz toll finde. Und ich erwarte, dass irgend welche Politiker das dann aufgreifen und machen.&quot;

Dabei finde ich, dass bei vielen gro&#223;artigen Ideen jemand dahintersteckt, der sich anfangs daf&#252;r begeistert hat und dann sehr, sehr, sehr viel pers&#246;nliches Engagement in die Sache investiert hat. Das &quot;One Laptop Per Child&quot;-Programm beispielsweise: Der Urheber Nicholas Negroponte hat nicht etwa nur ein Posting im Internet dar&#252;ber geschrieben, dass sowas eine tolle Idee w&#228;re und dann von Politikern gefordert, dass die das bitte f&#252;r ihn machen sollen. Mit dieser Denkweise h&#228;tte es das Programm niemals gegeben. Er hat viel harte Arbeit investiert, um das Projekt m&#246;glich zu machen.

Und so ist es nunmal leider bei allen tollen Dingen: Sie kosten Arbeit. Geld ist nur eine der wichtigen Komponenten. Leute mit Vision und Engagement kann man mit Geld nicht kaufen. Nicholas Negroponte hat es geschafft, viele Leute von seiner Idee zu begeistern, so dass Geld irgendwann gar nicht mehr das Hauptproblem war. Und wenn es ihm nicht gelungen w&#228;re, andere zu begeistern, dann - ja, dann h&#228;tte das nicht an den doofen Politikern gelegen, oder an den verschw&#246;rerischen Lobbyisten. Sondern vielleicht daran, dass seine Idee doch nicht so gut gewesen w&#228;re.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Gapminder ist die &#034;schlimme&#034; Armut tats&#228;chlich r&#252;ckl&#228;ufig &#8211; weltweit. Trotzdem kommt es mir so vor, als sei es (zumindest hier bei uns in Deutschland) immer noch in Mode, das Immer-&#196;rmer-Werden der &#196;rmsten zu beklagen.</p>
<p>Obwohl ich zwar der These nicht zustimme, die &#196;rmsten w&#252;rden immer &#228;rmer werden, finde ich, dass am Klagen an sich etwas dran ist. Es gibt schlie&#223;lich immer noch zu viel Armut, auch wenn dieses Problem zur Zeit &#8211; meiner Meinung nach &#8211; immer weniger schlimm wird. Aber das ist die globale Sichtweise. In dieser Diskussion hier scheint es in erster Linie um Deutschland zu gehen. Und ich glaube durchaus, dass Deutschland zur Zeit eine (wenn auch seichte) wirtschaftliche Talfahrt erlebt. Obwohl es Jahr f&#252;r Jahr immer weniger Obdachlose gibt, und auch die Anzahl der Verurteilungen wegen K&#246;rperverletzung r&#252;ckl&#228;ufig ist.</p>
<p>Es gibt sie aber immer noch in Deutschland, die Obdachlosen, die &#034;gescheiterten Existenzen&#034; und die zukunftslosen Jugendlichen. Ich glaube nicht, dass diesen Leuten allein durch das Ausstatten mit Geld geholfen w&#228;re. Jeder Obdachlose hat die M&#246;glichkeit, ein Dach &#252;ber dem Kopf zu bekommen. Es gibt Heime; ich kenne auch jemanden, der der in so einer Einrichtung arbeitet.</p>
<p>Diese Leute sind nicht in der Lage, zu einem Amt zu gehen und dort ein Formular auszuf&#252;llen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Grundeinkommen ihnen helfen k&#246;nnte. Diese Leute ben&#246;tigen aktive Hilfe von anderen, besonders daf&#252;r ausgebildeten, Menschen.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich gilt &#228;hnliches f&#252;r andere von der Armut betroffene Gruppen. Leider ist es ein Denkfehler, &#034;Armut&#034; mit &#034;wenig Geld&#034; gleichzusetzen. Im Umkehrschlu&#223; glaubt man dann, den Menschen Geld zu geben w&#252;rde sie automatisch weniger arm machen. Das ist aber meiner Meinung nach nicht der Fall.</p>
<p>Au&#223;erdem f&#228;llt mir auf, dass in dieser Diskussion wieder einmal gewisse Stereotypen aufkommen &#8211; wenn auch nicht so krass wie in anderen Diskussionen, die ich erlebe. Da wird von &#034;den Politikern&#034;, &#034;dem Staat&#034;, &#034;der Wirtschaftslobby&#034; geschrieben, so als seien dies Gruppierungen mit eindeutiger Ausrichtung und planvollem Vorgehen. Direkt so, als w&#252;rden wir von diesen Verschw&#246;rungen b&#246;swilliger Menschen dominiert. &#034;Die Politiker&#034; w&#252;rden niemals ein Grundeinkommen einf&#252;hren, weil &#034;die Wirtschaftslobby&#034; sich dagegen stellen w&#252;rde. Und wenn man dann noch hinzuf&#252;gt, dass die namenlosen Angeh&#246;rigen dieser Gruppen unser Leben diktieren, hat man sich die pauschale Entschuldigung daf&#252;r konstruiert, dass man selbst nichts tut.</p>
<p>Dabei sind wir beileibe nicht auf irgend welche Politiker oder Lobbyisten angewiesen. Ich gehe mal davon aus, dass in diesem Forum auch einige besser Verdienende mitschreiben, und damit meine ich Leute, die mehr verdienen als der Durchschnitt. Diese Menschen sollten sich bewusst sein, dass ein Grundeinkommen f&#252;r alle (oder ein Anheben des Hartz-IV-Satzes, oder vergleichbares) zun&#228;chst mal bedeuten w&#252;rde, dass sie weniger Wert an ihrem eigenen Geld haben. Einfach gesagt: Wenn die unterdurchschnittlichen Verdiener mehr kriegen, dann kriegen die &#252;berdurchschnittlichen Verdiener weniger. Wer bereit ist, dieses Opfer zu bringen, kann es jederzeit freiwillig tun! Man braucht keinen Politiker als Mittelsmann, um sein Geld an andere zu verteilen.</p>
<p>Vielleicht meinen einige jetzt: &#034;Klar, das k&#246;nnte ich tun. Aber wenn ich allein das mache, dann ist das nur ein Tropfen auf den heissen Stein.&#034; &#8211; Stimmt. Aber man kann versuchen, andere zu &#252;berzeugen. Jeder kann einen Verein f&#252;r sein Vorhaben gr&#252;nden, oder einen Club oder eine Partei. (&#034;Bildet Banden!&#034;) Wer zu faul daf&#252;r ist, der kann spenden. Es gibt genug Hilfswerke in Deutschland. Oder man besuche das Obdachlosenheim in der N&#228;he, die werden sich &#252;ber eine regelm&#228;&#223;ige monatliche Spende ebenfalls freuen. Einfach zum Heim gehen, Bankverbindung erfragen. Dann zur Bank, ein Dauerauftrag &#252;ber zweihundert Euro monatlich ist schnell eingerichtet. Damit w&#228;re einigen Menschen geholfen. F&#252;nfhundert Euro sind nat&#252;rlich noch besser. Vielleicht sogar *noch* besser w&#228;re es, wenn man sich dort freiwillig zur Unterst&#252;tzung meldet, nat&#252;rlich ohne Aufwandsentsch&#228;digung.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich will niemanden zu sowas n&#246;tigen. Und ich kenne auch Gegenargumente gegen meine obigen Beispiele. Und ja, ich wei&#223; auch, dass ich die Sache vereinfacht dargestellt habe. Trotzdem frage ich: Warum tut sowas kaum jemand? Ich denke, es ist derselbe Grund, warum auch kein Politiker Entscheidungen in dieser Richtung anstrebt. Irgendwie repr&#228;sentieren die Politiker in dieser Hinsicht doch die Meinung des Volkes. Politiker zu kritisieren ist okay, aber man sollte sich gleichzeitig auch mal an die eigene Nase fassen. Ganz so machtlos sind wir n&#228;mlich nicht; wir m&#252;ssen nicht die gesamte Verantwortung auf die namenlosen Politiker und Lobbyisten abschieben. Grade dann, wenn wir ihnen die gesamte Verantwortung &#252;bergeben und von uns aus nichts mehr tun, m&#252;ssen sie doch das Ruder &#252;bernehmen. Weil es sonst niemand t&#228;te.</p>
<p>Ich finde diese Denkweise wirklich sehr naiv: &#034;Hey, schau her. Da habe ich einen tollen Aufsatz im Internet gefunden. Das gef&#228;llt mir, das m&#252;sste mal einer machen! Aber ich mache das auf gar keinen Fall selbst. Ich schreibe nur, dass ich das ganz toll finde. Und ich erwarte, dass irgend welche Politiker das dann aufgreifen und machen.&#034;</p>
<p>Dabei finde ich, dass bei vielen gro&#223;artigen Ideen jemand dahintersteckt, der sich anfangs daf&#252;r begeistert hat und dann sehr, sehr, sehr viel pers&#246;nliches Engagement in die Sache investiert hat. Das &#034;One Laptop Per Child&#034;-Programm beispielsweise: Der Urheber Nicholas Negroponte hat nicht etwa nur ein Posting im Internet dar&#252;ber geschrieben, dass sowas eine tolle Idee w&#228;re und dann von Politikern gefordert, dass die das bitte f&#252;r ihn machen sollen. Mit dieser Denkweise h&#228;tte es das Programm niemals gegeben. Er hat viel harte Arbeit investiert, um das Projekt m&#246;glich zu machen.</p>
<p>Und so ist es nunmal leider bei allen tollen Dingen: Sie kosten Arbeit. Geld ist nur eine der wichtigen Komponenten. Leute mit Vision und Engagement kann man mit Geld nicht kaufen. Nicholas Negroponte hat es geschafft, viele Leute von seiner Idee zu begeistern, so dass Geld irgendwann gar nicht mehr das Hauptproblem war. Und wenn es ihm nicht gelungen w&#228;re, andere zu begeistern, dann &#8211; ja, dann h&#228;tte das nicht an den doofen Politikern gelegen, oder an den verschw&#246;rerischen Lobbyisten. Sondern vielleicht daran, dass seine Idee doch nicht so gut gewesen w&#228;re.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: meistermochi</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30762</link>
		<dc:creator>meistermochi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 11:04:07 +0000</pubDate>
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		<description>auf der anderen seite sind die auswirkungen auf preise und arbeitsmarkt kaum abzusehen.

-

und dann ist da ja noch die weltanschauung. werden mit dem grundeinkommen &#228;ngste genommen und potentiale freigesetzt oder schaffen wir uns so ein schlaraffenland, in dem allen alles egal ist, hauptsache die auszahlung kommt p&#252;nktlich.


ich glaube bald, wem nicht mehr zu helfen ist, dem helfen auch 1500€ nicht mehr weiter. schlie&#223;lich bleibt es am ende eine einstellungssache.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>auf der anderen seite sind die auswirkungen auf preise und arbeitsmarkt kaum abzusehen.</p>
<p>-</p>
<p>und dann ist da ja noch die weltanschauung. werden mit dem grundeinkommen &#228;ngste genommen und potentiale freigesetzt oder schaffen wir uns so ein schlaraffenland, in dem allen alles egal ist, hauptsache die auszahlung kommt p&#252;nktlich.</p>
<p>ich glaube bald, wem nicht mehr zu helfen ist, dem helfen auch 1500€ nicht mehr weiter. schlie&#223;lich bleibt es am ende eine einstellungssache.</p>
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	<item>
		<title>Von: Lars</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30761</link>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 10:46:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30761</guid>
		<description>@&lt;a href=&quot;#comment-30760&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;meistermochi&lt;/a&gt;: Bitte nimm dir die Zeit und schau dir mal &lt;a href=&quot;http://www.spitblog.de/2009/02/11/film-grundeinkommen/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;den Film dazu&lt;/a&gt; an. Vielleicht am Wochenende.

Darin wird ganz deutlich erkl&#228;rt, da&#223; der Durchschnittsverdiener dadurch nicht belastet wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@<a href="#comment-30760">meistermochi</a>: Bitte nimm dir die Zeit und schau dir mal <a href="http://www.spitblog.de/2009/02/11/film-grundeinkommen/">den Film dazu</a> an. Vielleicht am Wochenende.</p>
<p>Darin wird ganz deutlich erkl&#228;rt, da&#223; der Durchschnittsverdiener dadurch nicht belastet wird.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: meistermochi</title>
		<link>http://www.spitblog.de/2009/02/17/warum-ich-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-fuer-richtig-halte/#comment-30760</link>
		<dc:creator>meistermochi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 10:38:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spitblog.de/?p=1987#comment-30760</guid>
		<description>dann sag ich ganz klar, muss sich vor allem die kultur in diesem land &#228;ndern. wie teuer wird das alles eigentlich f&#252;r den &quot;normalen&quot; arbeitnehmer? ich kann gegen so manches kaum noch anverdienen.

komplett &#220;BERfordert?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>dann sag ich ganz klar, muss sich vor allem die kultur in diesem land &#228;ndern. wie teuer wird das alles eigentlich f&#252;r den &#034;normalen&#034; arbeitnehmer? ich kann gegen so manches kaum noch anverdienen.</p>
<p>komplett &#220;BERfordert?</p>
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