Kollege und ich stehen in der Apotheke, vor uns eine ältere Dame, hinter dem Tresen eine freundliche PTA:
PTA: "Guten Tag, was kann ich für Sie tun?"
Ältere Dame: "Ich hätte gern $IrgendeinMedikament."
PTA: "Das darf ich Ihnen leider nicht einfach so mitgeben, das ist ab 1. Juli rezeptpflichtig."
ÄD: "Nein, das habe ich doch immer so bekommen."
PTA: "Ja, das gilt ja auch erst seit 1. Juli."
ÄD: "Wie, und jetzt kriege ich das nicht mehr? Aber ich brauch das doch!"
PTA: "Sie bekommen das schon noch, Sie müssen es sich allerdings vom Arzt verschreiben lassen. Wenn Sie das brauchen, sollte das ja kein Problem sein."
ÄD: "Also, in meiner Apotheke kriege ich das immer so! Dann komme ich hier nicht mehr her!", keift sie, dreht sich um und geht.
Die Apothekerin sieht ziemlich genervt aus, offenbar passiert ihr das öfter.
Ich: "Wenn man hier arbeitet, hat man's auch nicht immer leicht, was?"
Die Apothekerin lächelt, ist aber zu höflich, um vor uns über andere Kunden zu lästern.
Da meldet sich mein Kollege zu Wort: "Was ich nicht verstehe: Wenn der eine eigene Apotheke gehört, wieso kommt die dann hierher?"
(Ist mir nach dem Lesen dieses Beitrags wieder eingefallen.)






Sehr schön. Wo es doch bloggende Buchhändler, Supermarktsbetreiber, Lehrer und Polizisten gibt – wo sind eigentlich die bloggenden Apotheker? Die haben sicher auch eine Menge zu erzählen.