Das Thema bei Maybrit Illner lautet heute Abend:
"Wortbruch, Linksruck, fünf Parteien: Wird Deutschland unregierbar?"
Ja, das muß man wohl so sehen. Das sind schließlich vollkommen neue Voraussetzungen.
Die Existenz von fünf Parteien in deutschen Parlamenten war ja bislang völlig undenkbar, der Begriff "Linksruck" mußte quasi erst erfunden werden und ein Wortbruch verstößt ja nun wirklich gegen alle politischen Gepflogenheiten.
Haken wir das also ab und sehen der Tatsache ins Auge:
Deutschland ist unregierbar, läßt sich nicht ändern, ist eben so, was will man machen?
Also, wenn's noch einer versuchen will, bitte, soll er, aber im Grunde genommen bringt das ja eigentlich nichts mehr.
Man soll ja auch aufhören, wenn's am schönsten ist.
Stellt ihr dann bitte noch die Stühle hoch, wenn ihr geht, ja? Danke, das ist nett.






So etwas Ähnliches hat Dieter Nuhr auch von sich gegeben:
http://medien.wdr.de/radio/wdr2kabarett/wdr2kabarett_nuhr_20080313_1100.mp3
Das Interregnum nach Schröder war doch eigentlich auch eine schöne Zeit. Bis auf diesen Kolationenkack war alles ruhig. :-)
Ich mag Deine Einsicht in die unumstößlichen Sachzwänge. :)
Die Unregierbarkeit ist Ansichtssache. Natrürlich ist es mit einer fetten Mehrheit immer besser zu regieren, aber andere europäische Länder (ich rede nicht von Italien *g*) haben schon gezeigt, dass auch Minderheitenregierungen viel erreichen können, da man sich dort eben auf die Sache an sich konzentrierte und von dem ganzen parteipolitischen Gedöns abrücken musste. Dadurch konnten sogar richtig gute Erfolge erzielt werden. Und mal ganz ehrlich: Ob die Bundesregierung eine Mehrheit hatte oder nicht, spätestens im Bundesrat wurde dessen Politik eh von der anderen großen "Volks"partei doch völlig zerfleddert.
Und was die Länder angeht: Durch Minderheitenregierungen könnten wirklich alle Parteien mal beweisen, dass ihnen wirklich das Wohl der Wähler wichtig ist, in dem sie mal versuchen, ihre Politik in dieser Hinsicht auszurichten. Es lebe die Demokratie …