Also, wir haben ja früher einfach nur einen Maler kommen lassen.

Also, wir haben ja früher einfach nur einen Maler kommen lassen.

Auf diesem Foto sieht man Henry Rollins in seinem typischen Bühnenoutfit, einer kurzen Hose:

(Foto: pellesten)
Und weil der Herr Rollins mit offensichtlich leichtem Gepäck reist, haben wir uns früher immer überlegt, wie das so gewesen sein muß, wenn er seine Sachen gepackt hat, um auf Tournee zu gehen:
ROLLINS stopft seine kurze Hose in einen Turnbeutel. ROLLINS (freudig erregt) So, fertig! Kann losgehen!BASSIST (genervt) Oh, Mann, Henry, jedes Mal das gleiche, wir brauchen hier noch mindestens 4 Stunden!ROLLINS (ungeduldig) Menno, ich will aber jetzt los, Leute. Mir ist langweilig. Macht mal 'n bißchen hin!GITARRIST Dann hilf hier mal mit, zumindest bei den Mikroständern könnteste ja echt mal mit anfassen.ROLLINS Hallo??? Wer von Euch hat mir denn beim Einpacken geholfen?
So in etwa muß man sich das vorstellen, jede Wette.
Astrein, genauso habe ich mir das vorgestellt:
Im McCafé sitzen, 'nen Eee-PC (yeah!) vor mir, daneben einen großen Cappuccino, dank T-Com Call & Surf Comfort plus für lau via Hotspot im Internet, cool aussehen (naja) und sinnlose Blogartikel posten.
Ja, so gefällt mir das.

Ich könnte gerade wetten, daß nahezu jeder, der aus Hameln kommt und mich persönlich kennt, genau weiß, an wen ich bei dieser Geschichte zunächst gedacht habe.
(Keine Realnamen in die Kommentare bitte. Danke.)
Der Auszubildende hat es gewagt, einen anderen Mobilfunkanbieter zu wählen, als den, bei dem mein Kollege und ich Kunde sind.
Kollege: "Mann, was soll denn das? Wieso gehst du denn zu denen? Du weißt doch genau, daß wir beide bei O2 sind."
Azubi: "Ja, und, was soll ich denn machen? Irgendwer beschwert sich doch sowieso. Wenn ich zu O2 gehe, meckert meine Freundin, gehe ich zu D1, meckert mein Kumpel."
Kollege: "Kann sein, aber bei uns ist das was anderes. Ich kann zum Beispiel dein Gehalt kürzen."
Ich: "Und ich kann die Mindestlänge deines Paßwortes auf 32 Zeichen setzen und das Änderungsintervall auf 'täglich' stellen."
Michael Kubert hatte ein sogenanntes "Hackertool" nach §202c StGB auf seinem eigenen Server gehostet und sich bei der Staatsanwaltschaft Mannheim selbst angezeigt. (Ich berichtete hier und hier.)
Sein Ziel war es, deutlich zu machen, daß die Befürchtungen, die deutsche Netzwerksicherheitsbranche könne durch den §202c kriminalisiert werden, unbegründet sind.
Die gute Nachricht: Das Verfahren wurde eingestellt.
Die schlechte: Die Einstellung wurde mit direktem Bezug auf die zur Verfügung gestellte Software begründet und weniger mit der grundsätzlichen Deutung des Hackertoolparagraphen.
Zwei Dinge sind meiner Meinung nach festzuhalten:
Begründung zur Einstellung: Seite 1, Seite 2
Es bleibt aber die Frage im Raum stehen: Was ist denn nun wirklich ein strafbares Hackertool?
Die wird sich wohl erst beantworten lassen, wenn das erste richterliche Urteil in dieser Angelegenheit gesprochen und der erste dafür bestraft wurde.
Michael Kubert wird das jedoch nicht sein, und das zumindest freut mich.
Begrüßt die Wohnung dich mit Lurchdüften,
mußt du kräftig durchlüften.