Seit ein paar Tagen nenne ich wieder eine analoge Spiegelreflexkamera mein Eigen, besser gesagt, ein richtig altes Schätzchen, eine Canon A-1:

Ja, ich geb's ja zu, Digitalkameras sind praktischer. Natürlich ist es ein großer Vorteil, wenn man die Fotos sofort verfügbar hat und nicht erst warten muß, bis der Film voll ist, und daß beim digitalen Fotografieren keine Folgekosten auftreten, will ich ja auch gar nicht bestreiten.
Aber einerseits entwickelt mir das örtliche Fotolabor die Bilder innerhalb einer Stunde und brennt sie mir direkt auf CD, und andererseits sehen die analogen Bilder einfach besser aus. Schärfer, kontrastreicher, einfach geiler. Außerdem macht man sich beim Fotografieren auf Film mehr Gedanken im Voraus, man arbeitet sorgfältiger, was meines Erachtens der Qualität der Bilder zugute kommt.
Ich werde zukünftig auf jeden Fall regelmäßig mit meiner fast 30 Jahre alten Canon A-1 losziehen.
Im Grunde genommen schreibe ich das gerade alles nur, weil ich vorhin Fotografieren war und von den Ergebnissen echt begeistert bin. Mehr dazu im nächsten Artikel.
Aber mal ehrlich, allein dieses Auslösegeräusch entschädigt ja wohl ohnehin für alles:
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Film is not dead. Schön, dass noch jemand dieser Meinung ist.
"mehr Gedanken" ist glaub ich der Schlüsselpunkt.
Cartier Bresson sagte; überleg vorher und nacher aber nicht während du aufnimmst!
[...] Lars hat recht, wenn er darlegt, wie anders es sich grundsätzlich mit einer Digital- oder einer analogen Spiegelreflexkamera fotografiert. Ich hatte beinah schon dieses wohlige Gefühl vergessen, welchen einen ergreift, wenn man eine richtig schwere Kamera fest in beiden Händen hält, wohlüberlegt den richtigen Bildausschnitt sucht, scharfstellt und surrklickklapp. Leider ist mir damals, gleich im Sommer, das gute Stück einmal von jemandem heruntergerissen worden, seitdem hakt es im inneren Gewinde des Objektivs und der Autofokus funktioniert nicht mehr. Aber so richtig hat mich das nie gestört, denn meine liebsten Motive laufen mir nicht davon: Freunde und interessante Menschen. [...]
Naja, aber digitale Spiegelreflexkameras haben och 'nen schönen Sound! Nu' tun 'se ma nicht so. Und das mit der Schärfe und dem Konstrast stimmt mittlerweile wirklich nicht mehr. Die Kameras haben sich weiter entwickelt, genauso wie sich der Fotograf auch an digital weiterentwickelt zum „one-shoot-pix“ – und da kann er sich an digital schneller weiterentwickeln. Denn mit der digitalen Kamera geht man eben nach Hause, sieht sofort am Screen die möglichen Fehler, kann direkt am nächsten Tag zurück zum Motiv und noch mal nachbessern – und hat dafür keinen Pfennig in seine „Ausbildung“ zum besseren Fotografen investieren müssen. Als nu' verteufel mal den technischen Schnickschnack nicht so.
Nichtsdestoweniger hat die analoge Fotografie ganz klar ihren Stellenwert, ihren besonderen Reiz und definitiv die schönere Körnung im Foto. Man darf beides mögen, ohne der anderen Lösung den schwarzen Peter zujubeln zu müssen. Denke ich.
Ähm, creezy, mal unter uns:
Du wiederholst exakt das, was ich im zweiten Absatz bereits geschrieben habe.
Hallo, habe ebenfallls bis vor 3 Jahren mit der A1 von Canon fotografiert.
Mit den Ergebnissen war ich stets zufrieden, bis ich eine Leica R5 Kamera in die Hände bekam. Wenn Du also mit dem Analogvirus infiziert bist, dann fasse diese Kamera nicht an – Du wirst Sie nicht mehr weglegen.
Auch die Leistung der Objektive ist in Haptik, Verarbeitung und Abbildung sensationell.
Der Gebrauchtpreis ist zwar auch etwas höher, aber es lohnt sich.
Jedem wird das "gewisse Etwas" der Aufnahmen sofort ins Auge springen.
Habe mir am 24.11.2007 eine gebrauchte Nikon F90X mit 2 Objektiven für 200 euro gekauft. Das Ding hat alles was eine digitale Spiegelreflex für 1500 Euro auch hat: Super schneller Autofocus, Super Matrix Belichtungsmessung und wenn man nicht nachdenken will 4,5 Bilder pro Sekunde. Für 1300 euro kann ich mir jede Menge Film kaufen und entwicklen und hab am Ende schönere Bilder (z.B: Echtes Schwarz ohne Artifakte und lebensnahes Konstrastverhältnisse.) Für mich am wichtigsten ist aber folgendes: frühestens in 20 Jahren wird sich mein Sohn für seine Baby Fotos interessieren. Die kann ich ihm dann einfach zeigen ohne mir mühseligst ein dann vollkommen antikes Datenlesegerät besorgen zu müssen.
bin gerade erst in die seite gestolpert, IR super. seit einem jahr ein projekt von mir `the level above`
Ich widme mich dem antquiertem, myseriösem proßess der analogen photografie.
bringt´s wenn man zeit hat und und sehen kann.
Und das geräusch beim auslösen, zb. bei den alten mittelformat cameras, Yashica 2 auge, sehr weiblich dezent, leise, aber spürbar, wie das klicken eines piezo- feuerzeuges. Hasselblad männlich, ein lauter schlag der durch die knochen vibriert, und unmittelbar danach … something like bliss … und das typische glänzen in den augen des photographierendem bis der wiederhall des auslösers verebbt.
erst dan setzt der gedanke ein, ob es was geworden ist.
das ist wirklich mit einer diggi nicht zu toppen.
das bewußte eingebundensein in den zeitproßess, die veränderung der ding durch den zeitfaktor während einer aufnahme, da ist der diggi freak schon bei aufnahme 208
und die besten diggi photos die ich gesehen habe sind halt doch von leuten die mit analogen geräten umgehen können. also einfach einen tag lang üben wie man die diggi einstellung automamtik raus hebel , dann machts schon richtig spaß und kann sehr experimentell werden.
werde weitrer bei dir reinlesen und vielleicht mehr zu IR schreiben wenn es jemand wirklich interessiert.
krieg das mit der alten rechtschreibung nicht hin, sorry bin ausländerinn, aber ausbaufähig.
würde auch gerne zu analog/digital und dem weiterem verarbeitungs proßess schreiben, da das thema doch ansteht.
mir persöhnlich sind ehrliche hybriden wie ich am liebsten. egomania läßt grüßen.