Der Beweis: Witzigkeit kennt keine Grenzen

Dank Creezys Verweis auf jenen Weblog-Beitrag bin ich nun in der Lage, mathematisch zu beweisen, daß Witzigkeit keine Grenzen kennt.

Zunächst zum Sachverhalt:

In ihrem Beitrag schlägt die Autorin vor, als Anerkennung nach dem Lesen eines Blogeintrages als Kommentar einfach nur einen Punkt darunterzusetzen. Daraufhin kommentieren etliche Leser witzigerweise diesen Beitrag mit einem Punkt – was soweit vorauszusehen war.

Auf den ersten Blick würde man jetzt denken:

Hä? Aber das ist doch spätestens beim dritten Kommentar nicht mehr witzig.

Doch, aber nur noch zu 10 %.

Wollen wir die Restwitzigkeit w (zur Veranschaulichung in Prozent) berechnen, dann ergibt sich, daß diese ermittelt werden kann in Abhängigkeit von der Originalwitzigkeit o, der Anzahl der Wiederholungen n und der Dauer d, seitdem der Witz zum ersten Mal gemacht wurde.

f1

Unter der Annahme, daß die Wiederholungen in einigermaßen regelmäßigen Abständen erfolgen, können wir n und d gleichsetzen, so daß sich ergibt:

f2

oder

f3

Bei einer Originalwitzigkeit von 100% und der Annahme, daß der Witz gerade zum ersten Mal gemacht wird ( n = 1 ), ergibt sich also:

f4

Beim ersten Mal hat der Witz also noch seine volle Witzigkeit.

Wird der Witz jedoch zum zweiten Mal gemacht ( n = 2 ), ergibt sich eine drastische Veränderung:

f5

Der Witz hat dann nur noch 25%, also ein Viertel seiner Originalwitzigkeit.

Als Kurve sieht das dann so aus:

f6

Bereits nach 7 Wiederholungen ( n = 8 ) ist von der Originalwitzigkeit kaum noch etwas übriggeblieben.

Warum hat Witzigkeit aber nun keine Grenzen?

Weil sich die Witzigkeit zwar dem Wert 0 nähert, diesen aber nie erreicht.

Und das läßt sich nachweisen.

Wenn die Witzigkeit 0 sein soll, hieße das:

f7

Um nach n aufzulösen, müssen wir zunächst den Kehrwert bilden:

f8

Durch 0 läßt sich jedoch nicht teilen, so daß diese Gleichung nicht lösbar ist.

Auch der Ansatz, mit zu multiplizieren schlägt fehl, da 0 * n² immer noch 0 ergibt, und

f9

Oder anders ausgedrückt:

Selbst, wenn der Witz 1.000.000 mal gemacht würde, ergäbe sich:

f9a1.gif

Das ist zwar verdammt wenig, aber eben immer noch nicht 0.

Der Beweis ist daher erbracht:

Witzigkeit kennt keine Grenzen.

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