Gitarre 2.0

Hier im Blog war es zugegebenermaßen recht still in den letzten Tagen.

Im Gegensatz zu meiner Wohnung, die ist nämlich um diesen Gegenstand reicher geworden:

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Eine E-Gitarre. Mit USB-Anschluß.

E-Bass spiele ich ja nun schon seit Jahrhunderten (mit mehr oder weniger längeren Unterbrechungen), da dachte ich mir, fängste mal was neues an, lernste E-Gitarre.

Und wenn, dann aber auch was nach heutigem Stand der Technik. Dank des USB-Anschlusses dient mein PC als Effektgerät und Verstärker, was insbesondere meine Nachbarn freuen wird, da sich dadurch der ganze Lärm komfortabel per Kopfhörer ausgeben läßt.

Nichtsdestotrotz habe ich meinen alten Bass-Verstärker – unter ehemaligen Ohrenzeugen auch "Brüllwürfel" genannt – aus dem Keller geholt, damit ich hier auch richtig losbraten kann. (Der wurde übrigens, obwohl 1989 im Westen gekauft, in der "VEB Klingenthaler Harmonikawerke" hergestellt. Kein Scheiß. Ein echtes Solidaritätsprodukt also.)

Ok, die Gitarre ist kein handwerkliches Meisterstück, aber sie hat 6 durchaus spielbare Saiten und was halt sonst noch so dazugehört, Tremolohaken, 3 Plektren, Gurt und was weiß ich.

'Ne Klinkenbuchse ist auch dran, man könnte damit also sogar live auftreten – wenn sie nicht komplett weiß wäre. Es gibt sie zwar auch in schwarz, aber die hatten sie nicht auf Lager, und ich wollte sie jetzt.

Na gut, für den Preis kann man auch nicht allzuviel erwarten, und wenn ich irgendwann mal richtig Gitarre spielen kann, ist immer noch Zeit genug, um mir was Vernünftiges zu kaufen.

Aber das ist ja auch gar nicht die entscheidende Frage.

Die entscheidende Frage lautet doch: Rockt das Ding?

Ja, es rockt. Es. rockt. wie. Sau.

Im Lieferumfang ist nämlich die "Guitar Combo"-Software von Native Instruments enthalten, und damit kann man – wovon man sich oben rechts auf der Webseite überzeugen kann (einfach mal auf "Plexi" klicken) – schon ein ganz amtliches Metal-Gebrate erzeugen.

Nur nicht heute. Heute befindet sich ganz Deutschland im Spießer-Modus. Karfreitag.

Ich persönlich glaube ja, wenn es Jesus wirklich gab, war er vermutlich richtig cool, und er hätte sich darüber gefreut, wenn ich an seinem Todestag alles zusammengemosht hätte.

Aber nein…

Dann eben morgen. Morgen ist hier Armageddon.

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