Ich plane gerade eine Reise ins 650 km entfernte Freiburg und hatte kurzzeitig überlegt, ob das Flugzeug möglicherweise eine Alternative zum Auto sei, habe aber den Gedanken nach der Erkenntnis, daß der Spaß mich inklusive Zugfahrt dann 250 Euro kosten würde, schnell wieder verworfen.
Aber die Kombination aus "Zug fahren" und dem Kumpel, den ich voraussichtlich in Freiburg besuchen werde, hat wohl ein paar Neuronen gleichzeitig feuern lassen, so daß mir eine Geschichte wieder eingefallen ist, die damit eigentlich gar nicht viel zu tun hat.
Ich stieg nämlich sonntags mal in einen Zug nach Hildesheim, nachdem ich zu Besuch bei eben diesem Kumpel in Braunschweig war, der damals noch dort studiert hatte.
Ich suchte mir einen beliebigen Platz, warf meinen Rucksack oben ins Gepäckfach, mich selbst in den Sitz darunter und schaute mich um.
Auf der anderen Waggonseite, am gegenüberliegenden Fenster, saßen drei uniformierte Mitglieder einer Studentenverbindung.
Sie trugen das ganze Geraffel, das man so kennt, mit Kappe, Schärpe und dem ganzen Lametta und sahen irgendwie aus wie eine Gruppe Statisten, die bei der Neuverfilmung des "Hauptmann von Köpenick" gerade Drehpause hatte.
Die Abfahrtszeit des Zuges war gerade erreicht, da kam ein Typ mit Parka und einer gigantischen Rastafrisur den Bahnsteig entlanggerannt, riß die Zugtür auf und sprang hinein. Da ging die Tür auch schon wieder zu, und der Zug rollte los.
Der Parkaträger atmete erstmal durch, kam dann den Gang entlang auf mich zu, erblickte die Gruppe in ihren Verbindungsfarben und sprach sie nuschelnd an:
"Tschulljung, hab's auf'm Bahnhof nich mehr geschafft. Ich bräuchte 'n Ticket bis Hildesheim, krieg ich das bei Ihnen?"
Ich habe noch bis Hameln gelacht.






Nein, wie geil ist das denn!?!
Das hätte ich ja zu gern gesehen, ich hätte auch nur gelacht!
Wieder da…
Hier war zugegebenermaßen wenig los in den letzten Tagen (mal abgesehen von dem Link von Udo Vetter).
Ich war ein paar Tage – wie angekündigt – in Freiburg, einen Reisebericht gibt's auch noch, spätestens morgen, versprochen.
Jetzt…