Weltmeister

So, nun sind wir also Handballweltmeister. Schön, schön.

Hat mich gefreut, vor allem für diese sympathische Mannschaft. Das Spiel war, naja. Das Frankreichspiel war spannender. (Das hatte ich zwar verpaßt, hatte mir aber die Wiederholung angesehen. Gut, daß ich vorher schon wußte, wie's ausgegangen war, sonst wäre ich vor Spannung wohl gestorben.)

Grundsätzlich muß ich auch zugeben, daß ich dem Handballsport an sich durchaus etwas abgewinnen kann. Mir gefällt vor allem, daß der noch nicht so kommerziell versaut ist wie Fußball.

Vielleicht ist das auch der Grund, daß im Gegensatz zur Fußballbundesliga, in der – vielleicht wegen der entsprechenden finanziellen Mittel – hauptsächlich große Städte vertreten sind, in der Handballiga Orte auftauchen, von denen man außer in der Sportschau niemals etwas hören würde.

Großwallstadt? Kronau/Östringen? Da weiß ich nichtmal, wo das ungefähr liegt.

Apropos Fußball-/Handballvergleiche: Der Kapitän Markus Baur wurde vom Reporter nach dem Spiel gefragt, wie es denn dem Bundestrainer ginge, mit dem er gerade gesprochen habe.

Baurs ironische Antwort (sinngemäß): "Dem geht's gar nicht gut, der ist total geknickt, weil er jetzt Weltmeister geworden ist, was das Schlimmste ist, was einem als Trainer passieren kann."

Abgesehen davon, daß die Frage sowas von komplett bescheuert ist, vermute ich jetzt einfach mal, daß man von einem Fußballer so eine Antwort nicht hätte erwarten können.

Und gerade ist auf Phoenix der ehemalige Nationalspieler Jochen Fraatz zu sehen, der so aussieht, als wäre er Gleisarbeiter bei der Bahn.

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