Kauft Euch die aktuelle Titanic. Also das Satire-Magazin. Ich habe heute schon am Bahnhofskiosk Tränen gelacht.
Und weil ich kein Spielverderber sein will, nur zwei Highlights, wenn Ihr auf "Weiterlesen" klickt.
Kauft Euch die aktuelle Titanic. Also das Satire-Magazin. Ich habe heute schon am Bahnhofskiosk Tränen gelacht.
Und weil ich kein Spielverderber sein will, nur zwei Highlights, wenn Ihr auf "Weiterlesen" klickt.
Nennt mich meinetwegen zynisch, aber den Film "Oliver Twist" auf DVD gucken und dabei einen griechischen Grillteller zu essen, bis einem fast schlecht wird, paßt ausgezeichnet zusammen. Örps.
Guter Film übrigens, sehr schöne Bilder und ein großartiger Ben Kingsley.
Ein Kumpel erzählte mir gestern Abend, daß er sich in Bad Segeberg die Karl-May-Spiele angesehen habe.
Das ganze war wohl wirklich ganz nett gemacht, aber besonders in Erinnerung geblieben sei ihm das Ende des Stückes:
Winnetou – im Sterben liegend – wird gefragt, was er sich vor seinem Tode als sehnlichstes wünsche. Darauf antwortet dieser:
"Ich möchte noch einmal meinen Itschi sehen."
Fragende Gesichter im Publikum, alle rücken ein wenig nach vorne, mein Kumpel murmelt: "Die perverse alte Rothaut…"
Schließlich wird Winnetous Pferd zu ihm geführt.
Das hätte man den Zuschauern aber auch mal zwischendurch sagen können, daß das Pferd "Iltschi" heißt.
Außer stockärschigen Stromabstellern gibt es selbstverständlich noch weitere Personengruppen, die von Satan erschaffen wurden, um Normalbürgern wie mir das Leben bereits im Diesseits zur Hölle zu machen.
Eine von ihnen läßt sich wohl am treffendsten mit "Nörgelunternehmern" benennen. Der Nörgelunternehmer kann keinen Satz von sich geben, ohne auf seine herausragende Rolle in der Gesellschaft hinzuweisen, daß er es doch ist, der die Leistung erbringt, der das Risiko hat, aber nur die Scherereien mit Banken, Behörden und Angestellten, und der nichts als Undank erntet.
Man möchte solchen Senkelgängern gerne ein tröstendes "Heul doch!" zurufen, wenn da nicht die Befürchtung wäre, daß der Nörgelunternehmer ob der ihm widerfahrenden Ungerechtigkeit tatsächlich in Tränen ausbricht.
Der Staatsanwalt/Stromabsteller ist gerade erst erfolgreich aus der Gedankenwelt verdrängt, da beginnt auch schon der Nachbar am Nebentisch seinen Monolog über die unhaltbaren Zustände am Wirtschaftsstandort Deutschland.
Nicht genug, daß er seinen drei oder vier Begleitern die Ohren blutig quatscht, nein, er gehört zu der Kategorie "Lautsprecher". Worte, die aus seinem Munde fließen, wollen auch gehört werden.
Und so hebt er an: "Vernünftiges Personal kriegste ja auch nich mehr…von wegen Arbeitslosigkeit, find mal einen, mit demde was anfangen kannst…aber das ist ja klar, das kannste in Deutschland vergessen…geh mir weg damit, nie wieder…ja, ich würde ja gern einstellen, würde ich ja, aber was willste machen…wer schafft denn die Arbeitsplätze, wir doch…nee, keine Auszubildenden mehr, nee, was ich da schon erlebt habe…weißte, was der gesagt hat, er dürfte das als Azubi nicht, so sieht's doch aus in Deutschland, und dann wundern die sich noch…"
Wieso nur kriege ich das Wort "Ritualmord" nicht aus meinem Kopf?
Es wird immer schlimmer, und er versteigt sich in wilde Auslegungen des Berufsbildungsgesetzes.
Schließlich platzt mir der Kragen, und ich bitte ihn einen Moment um Einhalt.
Genauer gesagt, ich frage ihn: "Kannst du nicht endlich mal die Fresse halten? Das hält man ja nicht aus, was du hier für einen Schwachsinn zusammenlaberst, ohne sich die restlichen Haare herauszureißen."
Und es funktioniert besser als erwartet: Er und seine Freunde, die ihm bisher wie hypnotisiert an den Lippen hingen, stehen auf und gehen.
So ist's brav. Blöd nur, daß der Laden ohnehin gerade Feierabend macht und ich ebenfalls gehen muß.
Ich hätte gerne noch ein bißchen die Stille genossen.
Huiuiui, Kirsten hat mir wieder ein Stöckchen zugeworfen, es aber diesmal in dicke Komplimentwatte verpackt. (Danke Dir dafür, das war echt nett, hat mich sehr gefreut!)
Dann soll es so sein, obwohl es hier ja eigentlich schon eine "About…"-Seite gibt.
Warum bloggst Du?
Weil ich nicht genug Ausdauer besitze, um einen Roman zu schreiben. Trotzdem soll mir gehuldigt werden, und da meine sportlichen und musikalischen Fähigkeiten begrenzt sind, versuche ich es eben so.
Einen nicht unerheblichen Anteil hatten allerdings auch Jan und Marcus, denen irgendwann mal langweilig war und die mich nicht lange zum gemeinsamen Bloggen überreden mußten, ein paar Alltagsgeschichten hatte ich da ohnehin schon in der Schublade.
Seit wann bloggst Du?
Eigentlich seit Mai 2005, aber da habe ich das noch nicht als "Bloggen" empfunden, zumindest habe ich es nicht so genannt. Den gemeinsamen Blog haben wir im Januar 2006 gestartet, und im Mai habe ich dann den "Spitblog" gestartet. (Ja, ich bin ein "der-Blog"-Schreiber. Klingt in meinen Ohren besser. Es sei denn, bei "Weblog", da würde ich auch zu "das" tendieren.)
Selbstportrait?
Ich bin eigentlich ein ganz Netter, wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Ansonsten so:

Warum lesen Deine Leser Deinen Blog?
Also Jan, weil ich größer und stärker bin als er. Die anderen, hmm, aus demselben Grund, warum ich Blogs lese? Unterhaltung? Langeweile?
Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
"Toni Mahoni Beruf". Aber wesentlich cooler fand ich "gips fuss stinkt" und "Wo David Odonkor gerade Urlaub macht"
Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Manche finde ich im Nachhinein so schlecht gelungen, daß ich mich frage, warum sie so viel davon bekommen haben.
Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Die Frage ist fies. In meinem Feedreader (Sage) sind 16 Blogs, die ich regelmäßig lese. Wenn ich jetzt "Kirstens Weblog" schreibe, heißt es wahrscheinlich "Jaja, Schleimer." Trotzdem, dieser Artikel hier war das lustigste, das ich seit langem in einem Blog gelesen habe. Und wenn ihr Weblog in Sage aufleuchtet, klicke ich da immer zuerst drauf.
An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
An Jan, gerade weil er es nicht haben wollte, an Katreine (komm mal in die Hufe und blogge, so wird das nichts mit dem Weltkonzern), an Uwe, weil er auf einem seiner alten Fotos das gleiche Kreator-T-Shirt trägt, das ich auch hatte und an Christian, weil er in meiner Blogroll der letzte ist, der überhaupt noch übrigbleibt. Ich kenne ja auch noch kaum Leute hier.
Sie und er kamen mit dem Fahrrad an.
Sie machte einen netten Eindruck. Ende 40 wahrscheinlich, etwas aus der Puste, ein durchschnittliches Damenrad, schlabberige Sommerkleidung.
Er der Phänotyp "drahtiger Staatsanwalt", Mitte 50. Meinetwegen auch "sportlicher Stromabschalter" oder "unfreundlichster Gerichtsvollzieher der Stadt".
Gelbes Radrenntrikot, stromlinienförmige Radrennhose, knalleng natürlich, dazu einen Gesichtsausdruck, der einem Unbeteiligten sagen will: "Zu Dir komme ich auch noch."
Ihr gegenüber spielte er den weltmännischen Junggebliebenen: "Ja, mit denen wollte ich mal losfahren, aber die waren sowas von untrainiert, die sind anscheinend noch nie Fahrrad gefahren."
Ich erhoffte mir eine Antwort wie: "Naja, bis hierhin war's ein netter Abend, aber Sie sind doch offenbar ein Arschloch, und darauf stehe ich nicht so."
Er legte jedoch ganz lässig aus der Hüfte nach: "Na, die Bestellung wird bestimmt eine Apfelschorle, oder?"
Pah, weit gefehlt, sie antwortete nämlich: "Nein, hihi, ich bestelle ja immer ganz komische Sachen."
Hui, was kommt jetzt? Olivenöl in einem Herrenhut? Kettenfett, frisch gezapft?
In der Zwischenzeit kam die Bedienung vorbei, die – obwohl an diesem Abend erst zum zweiten Mal im Dienst – sehr gelassen, aufmerksam und freundlich war.
Er war im Ratefieber, im Rahmen seiner äußerst begrenzten Möglichkeiten: "Wasser? Oder etwa – haha – Kaffee?"
Ich drückte die Daumen und dachte: "Los, Baby, zeig's dem Spießer, antworte 'Doppelkorn', 'Ouzo mit Zaziki' oder – irre – 'ein großes Bier'!"
Nein, sie bestellte – total crazy: "Eine WALDMEISTERSCHORLE!"
Darauf er zu der Bedienung: "Na, sowas, dann für mich ein dunkles Weizen, kannste Dir das merken?"
Und wieder die Enttäuschung: Ich dachte, die Bedienung antwortet mit "Im Glas oder gleich in die Fresse?", aber sie sagte nur "Ja, klar."
Wahrscheinlich ist das echte Größe.
"Noch mal eben tanken," dachte ich mir und fuhr zur Jet-Tankstelle, die
grundsätzlich immer die günstigste in der Stadt ist.
Um die Ecke gebogen, sah ich mich und mein Auto dann als vierten in der
Schlange an Säule 2 wieder.
Kein Wunder: Statt 1,349 Euro kostete der Liter Benzin 1,329 Euro, ein
"Riesenschnäppchen" also.
Was mich aber doch etwas erstaunte: Wieso stehen die Leute dann
minutenlang mit laufendem Motor in der Schlange, um dann ganz stolz 20
Liter in ihren Kleinwagen zu tanken und so insgesamt lumpige 40 Cent zu
sparen?
Und wie weit sie dafür gefahren sind, will ich gar nicht wissen.
Ich weiß nicht …
Ein Bekannter von mir, den ich gestern abend getroffen habe, hat sich in den letzten Tagen einen üblen Sonnenbrand geholt.
Ein wenig ärgerlich war er aber vor allem aufgrund der Tatsache, daß er ausgerechnet dabei eine SCHLAND!-Flagge auf dem Oberarm trug.
Nachdem sich mein Gelächter einigermaßen wieder beruhigt hatte, konnte ich dann auch ein Foto davon machen:
